Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
In aller Freundschaft
Dienstag ist Bügel-Time. Kurz vor 21 Uhr baue ich mein Bügelbrett vor dem TV-Bildschirm im Wohnzimmer auf und schalte die ARD-Soap „In aller Freundschaft“ ein. Aha – da nimmt Dr. Brentano ja schon den ersten Notfallpatienten entgegen, der mit Blaulicht und Martinshorn eingeliefert wurde. Aber Vorsicht: Meine Augen dürfen sich bei kritischen Notaufnahmen nicht am Bildschirm festsaugen, sonst laufe ich Gefahr, mich aus Unachtsamkeit am Bügeleisen zu verbrennen. Und dann würde ich ja nicht im Schockraum der Leipziger Sachsenklinik, sondern im Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus behandelt.
Verstehen Sie mich nicht falsch – bislang bin ich mit meinen Behandlungen im örtlichen Krankenhaus gut gefahren, aber mal ehrlich: Chefärzte, die nicht nur perfekt therapieren, operieren, transplantieren, sondern nebenbei auch noch Beziehungsprobleme jeglicher Art heilen – ja wenn es Not tut, sogar fehlende Pyjamas und Waschzeug aus der Wohnung der Patienten herbeiholen – die gibt es eben nur in der Sachsenklinik.
Bei meinem Hausarzt kommt mein medizinisches TV-Wissen allerdings nicht gut an. Als er neulich bei meinem Besuch in seiner Praxis meinen wehen Bauch abtastete und mich nach den Symptomen befragte, erwiderte ich beflissen: „Gestern wurde einer mit genau den gleichen Schmerzen in die Sachsenklinik eingeliefert und Dr. Heilmann hat ihn sofort zur Computertomographie geschickt!“
Irritiert schaute mich Herr Doktor an. Er schien daran zu zweifeln, ob nicht doch eher mein Kopf das Problem wäre. Nun gut. Ich hab’s dann dabei belassen. Vielleicht sollte ich mein Bügelbrett lieber wieder in der Küche aufstellen.




























