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#28 Glosse Anke Klapsing-Reich

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Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich

Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter

Ente gut – alles gut!

Ganz schön mutig, Ü-60-Freunde zum Geburtstagsessen in ein japanisches Restaurant einzuladen, in dem der Gast per iPad selbst sein Essen aussuchen und bestellen muss. „Jeder Tisch bekommt ein Tablet“, erklärt die freundliche Service-Kraft das innovative „touch-and-eat-Konzept“ zum Pauschalpreis und drückt ausgewählten Ahnungslosen aufmunternd das desinfizierte digitale Rechteck in die Hand. Aus mehr als 100 japanischen Speisen könne jede Person pro Bestellrunde maximal 5 Gerichte ordern, die nach spätestens 15 Minuten frisch zubereitet auf dem Tisch landeten. Bestellzeit insgesamt 2,5 Stunden – Achtung: Zeit läuft!

Knusprige Ente mit Tonkatsu Dip

Los geht’s: Brigitte wird ganz wuschi vom großen Angebot der Sushi und bestellt lieber erst einmal Spinat-Salat. Aus Unsicherheit, ob die Bestellung auch wirklich angenommen wurde, hat sie allerdings mehrmals den berührungsempfindlichen Bildschirm „betoucht“, so dass kurz darauf 5 Töpfchen dieser leckeren Vorspeise vor ihr stehen. Macht nix. Wir teilen uns die Beute. Nail und Armin ordern beide Ahirua Karaage – knusprige Ente mit Tonkatsu Dip. Nail greift als erster zu, als die Bedienung mit dem Teller naht, auf dem aufgefächerte Entenfleischscheiben hungrige Blicke auf sich ziehen. „Ist wirklich lecker“, verputzt er zufrieden die beachtliche Portion.

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Armin wartet. Auch in der 2. und 3. Bestellrunde landet kein Federvieh an seinem Platz. „Wo ist sie nur hingeflogen?“, lugt er argwöhnisch auf die Nachbartische, die mit Mini-Frühlingsrollen, gebratenen Garnelen, Nudelsuppen und Terriyaki-Dips beladen sind. Schließlich schwant ihm, wo seine Ente geblieben ist: „Wir haben Ihnen die zwei Portionen doch gleich zu Anfang auf einem Teller serviert“, erklärt die Bedienung auf Nachfrage, während der unschuldige Nail verschämt über seinen vollen Magen streicht.

In der letzten Dessert-Bestellrunde trifft Armin schließlich doch noch seine Ente: als knusprige Fleischbeilage zu Sesameis und Backbanane.

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