„Als Kinder haben wir hier am Bahndamm gespielt“, erinnert sich der Vorsitzende der Lebenshilfe, Ludger Cirkel. Das geht natürlich auch deutlich sicherer: 72 Kinder können bald am Grünen Weg hinter dem Hervester Bahnhof toben. Dort entsteht der neue Kindergarten Löwenzahn.
Zum Glück sei der „gefährliche Eingriff in den Bahnverkehr“ längst verjährt, scherzten Ludger Cirkel und Bürgermeister Tobias Stockhoff. „Es ist dennoch spannend zu sehen, wie sehr sich die Funktion eines Ortes im Laufe eines Lebens verändern kann“, betonte Ludger Cirkel. Und zwischen dem alten Hervester Bahnhof und dem Grünen Weg ändert sich derzeit tatsächlich einiges. Dort entsteht in den kommenden 15 Monaten der neue Kindergarten Löwenzahn für Kinder mit und ohne Behinderungen.
Bauboom im Kindergartenbereich
Es sei bereits der vierte Kindergarten des Architekten Björn Fechtner, erklärte Hubert Große-Ruiken. Der Geschäftsführer der Infrastrukturgesellschaft InfraDOR spricht daher von einem „strammen Programm“. Neben dem Löwenzahn-Kindergarten sollen in diesem Jahr noch zwei weitere Kita-Projekte beginnen. „Ab Juli beginnt der Bau des Laurentiuskindergartens, und im Spätherbst werden wir den Ahornkindergarten an den Start bringen“, so Große-Ruiken. Das mache deutlich, dass man den Sanierungsstau im Kindergartenbereich mit Kräften angehe.

Lebenshilfe ist „ein toller Träger“
Mit der Lebenshilfe habe die Stadt einen „tollen Träger“ gefunden, lobte Hubert Große-Ruiken. „Wir setzen darauf, die Kindergartenlandschaft auf verschiedene Träger zu stützen“, so der InfraDOR-Geschäftsführer. Er rechne mit etwa 15 Monaten Bauzeit und freue sich schon auf die Einweihungsfeier zum 1. August 2024.
Große Freude herrschte auch bei der Lebenshilfe Dorsten, für die es bereits der zweite Kindergarten sein wird. „Wenn man nach Dorsten hineinfährt, wird die Lebenshilfe nun bald an beiden Straßenseiten präsent sein“, so Ludger Cirkel mit Blick auf das gegenüberliegende Frühförderzentrum. Er lobte dabei die gute Zusammenarbeit mit dem Architekten, der den Kindergarten ganz im Sinne des integrativen Konzepts der Lebenshilfe geplant habe.
Kindergarten Löwenzahn soll integrativ und nachhaltig sein
Auch im Bereich der Nachhaltigkeit sei die Planung vorbildlich, ergänzte Bürgermeister Stockhoff. Dank Photovoltaik und Wärmepumpe sei der neue Kindergarten Löwenzahn von fossilen Energieträgern unabhängig. „Das war der InfraDOR aber auch schon vor der Energiekrise wichtig“, so Stockhoff. Er wünschte dem Bau ein gutes Gelingen und verriet, dass der Kindergarten wegen seiner Nähe zum Rathaus auch für städtische Mitarbeiter mit kleinen Kindern interessant werden könnte.




























