Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
„Ich muss mal!“
Haben Sie schon einmal im Restaurant einen Familientisch beobachtet? Sie können drauf wetten: Die Bedienung serviert gerade das dampfende Steak an Folienkartoffel, da rutscht auch schon der erste Sprössling unruhig auf dem Stuhl herum: „Ich muss mal!“
Daheim am Esstisch ist es übrigens auch nicht anders, wie ich aus der Erinnerung an meine damalige eigene Kleinkind-Mutterzeit bestätigen kann: Kaum hatte Papa herzhaft ins Wurstbrot gebissen, meldete sich todsicher das gepresste Stimmchen aus dem Kinderstuhl: „Papa, ich muss mal!“ Hatten die fetttriefenden Hände gerade den knusprigen Schenkel vom halben Hahn getrennt, ertönte es laut vom stillen Örtchen: „Feeeeeertiiiiig!“
Nein, es kann kein Zufall sein. Es muss irgendeinen inneren Zusammenhang dafür geben, dass die akute Verdauungsphase von Kleinkindern immer dann eintritt, wenn die Eltern gerade zu Tisch sitzen. Vergeblich alles Fluchen und Flehen – dieser entbehrliche „Zwischengang“ beim Familien-Menü ist einfach nicht auszurotten. Liebe Mütter und Väter, verzweifeln Sie nicht an lauwarmen Steaks und Kartoffeln. Am besten, Sie bestellen im Restaurant gleich die kalte Bratenplatte!




























