Beim „Tag der Orthopädie“ im Elisabeth Krankenhaus in Dorsten gab es viel zu sehen. Das Team rund um Chefarzt Privatdozent Dr. Mike H. Baums hatte gemeinsam mit dem Medizinischen Versorgungszentrums Ruhrgebiet Nord ein ebenso spannendes wie informatives Programm zusammengestellt.
Wir werden immer älter. Das gilt nicht nur für die heute Geborenen, sondern auch für Menschen, die bereits Mitte 60 sind. Durften die noch vor 150 Jahren im Mittel auf weitere 10 Jahre hoffen, hat sich dieser Wert seither mehr als verdoppelt. Frauen haben dabei leicht die Nase vorn.
Doch wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Bei zahlreichen älteren Menschen ist der Geist noch jung und frisch, aber der Körper macht nicht mehr mit.
Dabei sind es längst nicht immer nur lebensbedrohliche Erkrankungen, die einem die Lebensfreude nehmen können. Auch chronische Gelenkschmerzen können im letzten Lebensdrittel zum Spielverderber werden. Einfach hinnehmen muss man es aber nicht, wenn die Knie bei jedem Schritt wehtun oder man nachts nicht mehr weiß, wie man liegen soll, weil die Schultern Probleme bereiten.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem wichtigen Thema gab es am 15. Juni beim „Tag der Orthopädie“ im Elisabeth Krankenhaus in Dorsten. Das Team rund um Chefarzt Privatdozent Dr. Mike H. Baums hatte gemeinsam mit der orthopädisch-unfallchirurgischen Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums Ruhrgebiet Nord ein ebenso spannendes wie informatives Programm zusammengestellt.

Ein Blick hinter die Kulissen
Das Angebot stieß auf reges Interesse. Besonders gefragt war die Teilnahme an einer Führung durch die modern ausgestatteten OP-Säle. Wann hat man dazu schon einmal die Gelegenheit, ohne kurz darauf eine Vollnarkose zu erhalten? Die gab’s beim „Tag der Orthopädie“ natürlich nicht. Dafür hatte man Gelegenheit, sich einmal Prothesen aus der Nähe anzuschauen und mehr über ihren Einsatz zu erfahren. Eine simulierte Knie-OP an einem Kunstknochen vermittelte einen interessanten Eindruck, wie ein solcher Vorgang im realen Alltag einer orthopädischen Abteilung abläuft.

Doch geschädigte Gelenke benötigen mehr als einen chirurgischen Eingriff. Nach einer Gelenk-OP muss man so schnell wie möglich wieder in Bewegung kommen. Für diese Form der Nachsorge bietet das Team der Physio- und Ergotherapie des St. Elisabeth-Krankenhauses um Markus Smandzich sogar Gerätetraining für den Muskelaufbau an. Natürlich unter den erfahrenen Augen der Physiotherapeuten.
Nicht immer ist eine OP der Weisheit letzter Schluss. Die orthopädische Praxis des MVZs von Dr. Martina Bartsch, Dr. Katharina Baums und Dr. Dr. Jutta Marker stellte Beispiele für nicht-operative Therapien wie Vibrationsplattformen, Hydrojet und die Messung „Return-to-Sport“ vor.

Auch der Einsatz von Hilfsmitteln kann einem den Alltag erleichtern, wenn sie richtig eingesetzt werden. Vor dem Krankenhaus war ein kleiner Parcours aufgebaut, um die Fortbewegung mit einem Rollator auf verschiedenen Bodenbelägen zu testen.
Dazu gab es, neben den verschiedenen Fachvorträgen, zahlreiche hilfreiche Informationen für Betroffene zu den Abläufen von der Erstberatung bis zum Antrag auf eine Rehamaßnahme. Fragen rund um dieses komplexe Thema beantworteten die Stationsleiter André Schoppen und Reinhard Brecklinghaus sowie Ulrich Weßeling vom Sozialdienst und Brigitte Winkler vom KKRN aktiv e. V.
Eine rundum gelungene Veranstaltung
Wie versprochen erhielten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, von denen viele sicher aus eigener Erfahrung wussten, was Gelenkschmerzen bedeuten, einen spannenden Einblick in die faszinierende Welt der Orthopädie. Danke an die motivierten Teams der beteiligten Abteilungen und an Privatdozent Dr. Mike H. Baums für die tolle Veranstaltung.




























