Vorsicht und aufmerksame Mitbürger sind das beste Mittel gegen Taschendiebstahl. Aus diesem Grund startet die Polizei in einer bundesweiten Aktionswoche vom 25. bis 30. September gezielte Präventionsmaßnahmen.
Die Zielsetzung ist es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger über verschiedene Informationskanäle zu erreichen und ihnen zu vermitteln, wie sie sich effektiv vor Taschendieben schützen können. Zudem wird erläutert, was zu tun ist, wenn man trotzdem Opfer eines Taschendiebstahls geworden ist.
Taschendiebstahl ist auch im Kreis Recklinghausen ein Problem
Taschendiebstahl bleibt ein bedeutendes Problem. Die Fallzahlen sind sowohl in NRW als auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen (Kreis Recklinghausen und Bottrop) gestiegen. Im Jahr 2022 gab es 1.385 Anzeigen wegen Taschendiebstahl, was einem Anstieg von 378 (+37%) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In NRW gab es im vergangenen Jahr insgesamt 37.321 Fälle, was einen deutlichen Anstieg gegenüber 2021 (25.577) darstellt.
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen betont, dass Taschendiebstahl Opfer nicht nur finanziell belastet: „Ausweise und Schlüssel wieder zu beschaffen, ist aufwändig und teuer. Der Verlust des Smartphones schmerzt manche sehr. Das persönliche Sicherheitsempfinden leidet. Im schlimmsten Fall nutzen die Diebe auch noch Daten – etwa der Kreditkarte -, um weiteren Schaden anzurichten.“
Taschendiebe kommen oft in Gruppen
Taschendiebe agieren oft in Gruppen und ihre Opfer bemerken den Diebstahl oft erst später. Daher sind Zeugenaussagen für die Polizei von großer Bedeutung. Mitbürger können auch präventiv handeln, indem sie aufmerksam sind und einschreiten, wenn sie sehen, dass jemand belästigt wird. Dabei ist es wichtig, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen zu helfen. Ein einfacher Hinweis, ein Portemonnaie sicherer zu verstauen, kann bereits vor einem Diebstahl schützen. Verdächtiges Verhalten sollte man sofort der Polizei melden (Notruf: 110).
Taschendiebe arbeiten oft in Teams, wobei einer ablenkt, ein anderer stiehlt und die Beute an einen Dritten übergibt. Sie setzen verschiedene Ablenkungstricks ein, um ihre Opfer zu täuschen und gleichzeitig näherzukommen.
Was kann man gegen Taschendiebstahl tun?
Die Polizei gibt folgende Empfehlungen: Tragen Sie Ihr Portemonnaie nah am Körper, am besten in einer verschlossenen Innentasche. Hand- und Umhängetaschen sollten mit der Verschlussseite zum Körper auf der Vorderseite getragen werden oder unter den Arm geklemmt werden. Geldbörsen oder Handtaschen sollten nicht oben in Einkaufstaschen, Einkaufswagen oder Transportkörben am Rollator liegen. Besonders in Menschenmengen sollten Sie wachsam sein.
Taschendiebe nutzen oft Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder in öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Es ist ratsam, nur so viel Bargeld mitzunehmen, wie Sie benötigen.
Falls trotz aller Vorsicht ein Diebstahl erfolgt, bietet die Recklinghäuser Polizei Unterstützung an, z. B. bei der Kartensperrung für das elektronische Lastschriftverfahren. Das Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz hilft auch bei der Wiederbeschaffung von Ausweisdokumenten. Bei Verlust einer Zahlungskarte sollte diese umgehend beim entsprechenden Kreditinstitut gesperrt werden. Sperr-Notruf: 116 116.
Das sind die gängigen Tricks der Kriminellen
Die gängigsten Tricks der Taschendiebe sowie Präventionstipps und Hinweise, was nach einem Verlust der Geldbörse mit Bankkarte, Kreditkarte, Dokumenten etc. zu tun ist, hat die Recklinghäuser Polizei auf ihrer Internetseite zusammengefasst:
https://recklinghausen.polizei.nrw/artikel/die-tricks-der-taschendiebe




























