Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Jedem sein Plätzchen
Fürs Spritzgebäck-Backen braucht man mindestens zwei Leute. Einer muss kurbeln, der andere muss die Teigwurst abschneiden und kreativ geformt auf das Backblech legen. Und so fuhr ich mit dem von meiner Großmutter geerbten gusseisernen Fleischwolf, den ich alle Jahre wieder ausschließlich für die weihnachtliche Plätzchenaktion zweckentfremde, und dem im Kühlschrank über Nacht „ausgeruhten“ Teigball in der Tasche zu meiner Nichte und ihren Kids, die uns hilfreich zur Seite standen.
Nachdem die Plätze an Kurbel, Blech und Ofen ausgehandelt waren, ging es los. Die ersten Exemplare liefen noch nicht so geschmeidig aus der „Presse“, aber bald kringelten sich die Plätzchen munter in S-, 0-, U- und I-Form oder als Zahlen von 0 bis 9 geformt, auf dem Backpapier.
„Wie wär’s, wenn wir die Anfangsbuchstaben unserer Namen backen und die dann am Heiligabend sozusagen als Platzkarte auf die Teller legen?“, regte ich an. Die Mädels waren begeistert und Nora überlegte laut: „Dann brauchen wir zwei H für Hannah und Heike, zwei N für Nina und Nora, ein R, ein U, ein K und dann wieder zwei A und zwei L“, ging sie die Gästeliste im Geiste durch. „Wieso zwei A und zwei L? Es gibt doch nur eine Anke und einen Lennart?“, fragte ich nach. Die Kinder verdrehten angesichts meiner Unaufmerksamkeit empört die Augen: „Und was ist mit Asterix und Luis?“
Stimmt, die beiden Familiendackel hatte ich tatsächlich total vergessen.




























