Musikunterricht der etwas anderen Art erwartete die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule am Dienstag. Zusammen mit dem WDR-Sinfonieorchester erklangen Werke von historischen Komponistinnen, die oft im Schatten ihrer männlichen Kollegen standen.
„Wir hatten uns schon vor einigen Jahren beworben, und jetzt hat es geklappt“, freute sich Schulleiterin Melanie Frinken. Die lange Wartezeit ist kein Zufall, ist das Schulprogramm des WDR-Sinfonieorchesters doch sehr begehrt. Die rund 45-minütigen Minikonzerte sind oft monatelang ausgebucht. Nun war es aber auch für die Hervester Grundschule so weit. Unter dem Motto „Dackl trifft Komponistinnen“ stellte ein Holzbläserensemble aus vier Musikern und einer Musikerin historische Stücke aus weiblicher Hand vor.

Viele Informationen vom Dackl und den Musikern
Bei dem Dackl ohne E handelt es sich um eine Handpuppe des WDR, die kindgerecht über musikalische Themen erzählt. Die freundliche Hundefigur war während des Konzertes in kurzen Videoeinblendungen zu sehen. Darin erklärte Dackl, was eine Komponistin so tut und warum es Frauen in der Musikwelt früher so schwer hatten. Zudem erklärten die anwesenden Musiker ihre Instrumente und beantworteten Fragen der Kinder. Und natürlich erklangen Musikstücke der besprochenen Komponistinnen Fanny Hensel, Ethel Smyth und Florence Price.

Im Unterricht hatten sich die Kinder der zweiten bis vierten Klassen bereits auf den Besuch vorbereitet. Unter der Anleitung von Musikpädagogin Kristina Kruschinski probten sie ein Lied und einen Tanz ein. Beim „Juba Dance“ der afroamerikanischen Komponistin Florence Price nutzten die Kinder ihren eigenen Körper als Instrument. Das brachte die Kinder nicht nur in Schwung, sondern sorgte auch für einen fröhlichen und dynamischen Auftritt.




























