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Glasfaser-Ausbau geht voran – Verbraucherzentrale berät Kunden

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Ruth Pettenpohl und Sonja Lichtenberg beraten in der Verbraucherzentrale Dorsten auch zum Thema Glasfaser. Foto: Borgwardt

Der Glasfaserausbau in Dorsten geht voran. In drei bis vier Jahren sollen fast alle Versorgungslücken geschlossen sein. Die Verbraucherzentrale steht dabei für Kundenfragen mit Rat und Tat zur Seite.

Langsames Internet, schneckengleiche Übertragungsraten: Mit solchen Problemen aus der digitalen Steinzeit soll es in Dorsten bald vorbei sein. „Voraussichtlich 2027, spätestens aber 2028 werden wir den Glasfaserausbau zu über 90 Prozent in Dorsten fertiggestellt haben“, sagt Arno Schade. Der Breitbandbeauftragte der Stadt Dorsten sieht darin einen großen Sprung nach vorne: „Im Moment ist Dorsten beim Breitbandausbau eher unteres Mittelfeld im NRW-Vergleich. In den nächsten vier Jahren werden wir das aber massiv aufholen.“

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Arno Schade, Breitbandbeauftragter der Stadt Dorsten, rechnet mit einem Abschluss des Glasfaserausbaus in Dorsten im Jahr 2027. Foto: Borgwardt

Das ist auch dringend nötig, denn seit dem Projektbeginn 2016 haben sich die Anforderungen an das Internet rasant verändert. „Vor einigen Jahren hieß es noch, ein Anschluss mit ein bis zwei Mbit Übertragungsgeschwindigkeit sei für die meisten Haushalte ausreichend“, erinnert sich Arno Schade. Als dann ab 2019 das NRW-Projekt „Weiße Flecken“ den Breitbandausbau im Kreis Recklinghausen förderte, sprach man von mindestens 30 Mbit. Inzwischen gelte aber jedes Gebäude mit einer Leitung unter 200 Mbit Übertragungsgeschwindigkeit als unterversorgt.

Glasfaser ist die Zukunft

In Zeiten von Streamingdiensten, Videokonferenzen und komplexen Internetanwendungen wird der Anspruch an die Internetleitung in Zukunft wohl kaum sinken. Und hier kommen Endverbraucher an Glasfaser kaum vorbei. Das klassische DSL kommt wie das satellitengestützte Starlink auf Übertragungsraten von bis etwa 250 Mbit pro Sekunde, die Funktechnik LTE schafft hingegen das Doppelte. Alles keine Konkurrenz für die Glasfaser: Bei den mühelos erreichten 1000 Mbit pro Sekunde kommt nur noch Kabel-Internet mit, und in Zukunft können noch viel größere Mengen über Glasfaser geschickt werden.

Um den Ausbau in Dorsten kümmern sich verschiedene Anbieter, die dabei eng mit der Stadt kooperieren. Zudem nutzt die Kommune auch verschiedene Förderprogramme, wie das 2023 aufgelegte Programm „Graue Flecken„, das den Breitbandausbau weiter unterstützen soll. Den Ausbau des Mobilfunknetzes hingegen werde derzeit vom Kreis Recklinghausen weiter vorangetrieben. Ausgebremst wird der Ausbau derzeit nur noch durch die dünne Personaldecke bei den Tiefbaubetrieben, die die Kabel unter die Erde bringen müssen.

Verbraucherzentrale hilft den Kunden

Damit die Kunden bei dieser Entwicklung gut begleitet werden, bietet die Verbraucherzentrale Dorsten ein umfassendes Beratungsangebot für die Dorstener Bürger an. „Zum Weltverbrauchertag 2024 haben wir das Thema Glasfaserausbau noch einmal in den Mittelpunkt gestellt“, erklärt Ruth Pettenpohl. Die Leiterin der Verbraucherzentrale berichtet, dass viele Menschen Fragen zu ihren Verträgen oder zu allgemeinen technischen Dingen haben. „Oft möchten die Menschen wissen, welche Bandbreite sie wirklich brauchen oder welcher Tarif für sie der richtige ist“, erklärt Pettenpohl.

Ruth Pettenpohl, Leiterin der Verbraucherzentrale Dorsten. Foto: Borgwardt

Allerdings habe es auch schon verärgerte Dorstener gegeben, die bereits vor Jahren einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser abgeschlossen hätten, aber noch immer keinen Anschluss haben. „Hier haben wir rechtliche Unterstützung geleistet“, berichtet Ruth Pettenpohl. 18 Verträge seien so mit Hilfe der Verbraucherzentrale vor Gericht aufgelöst worden.

Zudem hatte es Ärger mit einigen Subunternehmern gegeben, die für die Telekommunikationsfirmen den Haustürverkauf übernommen hatten. Beschwerden über unangemessenes Verhalten bis hin zu aufgedrängten Unterschriften ist die Verbraucherzentrale nachgegangen. „Auf unsere Anrufe hin wurde auf diese Unternehmen eingewirkt“, so Pettenpohl. Seitdem hätten sich die Beschwerden deutlich reduziert.

„Wir weisen dabei immer darauf hin, dass auch ein Vertrag, der am Telefon oder der Haustür geschlossen wurde, innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden kann“, rät die Leiterin der Verbraucherzentrale. Bei Unsicherheiten oder Fragen sind die Beraterinnen unter der Telefonnummer 02362 7875201 oder der eMail [email protected] erreichbar.

Weitere Informationen zum Thema bietet die Verbraucherzentrale online unter www.verbraucherzentrale.nrw/glasfaseranschluss

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