Ein schwieriges Jahr für Schützenfeste und Kirmesveranstaltungen. „Bürokratieabbau ist hier Detailarbeit“, erklärt Wirtschaftsministerin Mona Neubaur.
Das könnte die Schützenvereine interessieren, die sich darauf einstellen müssen, dass es schwierig wird, in diesem Jahr neben dem traditionellen Schützenfest auch für die Besucher eine Kirmes anzubieten. So ist die Situation auch in Raesfeld und, wie gestern bereits erwähnt, beim diesjährigen Schützenfest in der Region. „Es gibt keine Schausteller in diesem Jahr“, betonte der Vorsitzende Guido Fasselt beim Biervogelschießen in Deuten am Samstag.

Die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Kirmes in Nordrhein-Westfalen
Wie nun die Landesregung mitteilt, wird es schwierig werden, Schausteller für Kirmes und Feste zu finden. Nordrhein-Westfalen sei bekannt für seine lebendigen Kirmesveranstaltungen. Mit der Rheinkirmes in Düsseldorf und der Cranger Kirmes in Herne beheimatet das Bundesland einige der größten und ältesten Volksfeste Deutschlands. Diese Veranstaltungen seien, so teilt das Land RWW mit, nicht nur Touristenmagnete, sondern spielen auch eine bedeutende Rolle als Wirtschaftsfaktor.
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Schaustellergewerbe
Das Schaustellergewerbe habe in der Corona-Pandemie stark gelitten. In der Folge hat das Land Nordrhein-Westfalen Schritte unternommen, um die Branche finanziell und bürokratisch zu entlasten. Eine bedeutende Änderung ist die Lockerung der Auslegung des Bundesgaststättengesetzes. Bisher mussten Kirmesstandbetreiber für den Ausschank alkoholischer Getränke für jede Veranstaltung in jeder Kommune eine separate Erlaubnis beantragen, was mit erheblichen Gebühren und bürokratischem Aufwand verbunden war.
Vereinfachungen für Schausteller durch neue Regelungen
In Zukunft müssen Schaustellende mit einer Reisegewerbekarte, die den Ausschank von Alkohol ausdrücklich erlaubt, diesen nicht mehr in jeder Kommune einzeln genehmigen lassen. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur kommentiert: „Karussellfahren, Zuckerwatte, Gemeinschaft – Es sind die Schausteller, die Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die dafür sorgen, dass wir auch in schweren Zeiten abschalten können.“
Bürokratieabbau als Unterstützung für das Gewerbe
„Bürokratieabbau ist Detailarbeit“, erklärt Wirtschaftsministerin Mona Neubaur weiter. „Genau auf diese Weise kommen wir hier wieder ein kleines Stück voran: Uns erreicht ein konkreter Hinweis, der aufgenommen und dann schnell bearbeitet wird. Ein kleiner Schritt für die Verwaltung, eine große Entlastung für die Schaustellerbranche.“
Dieser bürokratische Abbau ist ein wichtiges Zeichen der Unterstützung für ein Gewerbe, das entscheidend zur kulturellen und wirtschaftlichen Vitalität Nordrhein-Westfalens beiträgt.




























