Großer Bahnhof auf dem Jahnsportplatz: Rund dreihundert Gäste hatten sich am Dienstag versammelt, um einen besonderen Gast zu begrüßen. Der Schiedsrichter und Influencer Pascal Martin alias „Qualle“ leitete hier ein Spiel zwischen der U-13 von Rot-Weiß-Dorsten und einer Stadtauswahl.
Die Stimmung auf dem Jahnsportplatz war bereits quirlig und erwartungsvoll, bevor der bekannte Stargast auf den Rasen trat. „Wir freuen uns, dass wir zusammen mit der Jugendförderung der Stadt Dorsten Qualle für uns gewinnen konnten“, berichtete Sven Bartmann, 1. Vorsitzender von Rot-Weiß Dorsten. „Qualle lebt den Kindern auch als Schiedsrichter Respekt vor.“

Doch nicht nur der sportliche Aspekt stand bei diesem Termin im Mittelpunkt. Der Besuch von Qualle fällt in die Dorstener Woche des Grundgesetzes. „Auf dem Fußballplatz ist ein Spiel ohne Regeln nicht möglich“, erinnert Bürgermeister Tobias Stockhoff. „Und auch in der Gesellschaft brauchen wir klare Regeln für das menschliche Miteinander. Unser Grundgesetz ist dafür ein gelungenes Beispiel.“
Regeln und Fairness im Workshop und auf dem Platz
Um Regeln und faires Miteinander ging es auch in einem Workshop, den der berühmte Gast für die Dorstener Kinder leitete. Hier drehten sich die Gespräche um Respekt auf dem Fußballplatz, auf dem Schulhof, aber natürlich auch in den Sozialen Medien. Die pädagogische Ausbildung als Kindergärtner kam Pascal Martin dabei wieder einmal zugute.

Danach ging es auf den Platz. In einem Freundschaftsspiel trafen die U13-Kicker von Rot-Weiß Dorsten auf eine gleichaltrige Stadtauswahl in blauen Trikots, die von den Mercaden gestiftet worden waren. Die Jungs und Mädels gaben ihr Bestes, und Schiri Qualle sorgte für ein faires Spiel. Am Ende konnten die Rot-Weißen ihren Heimvorteil nutzen und zwei Bälle im gegnerischen Tor versenken.
In der Halbzeitpause ließ Luca Sörries von der Jugendförderung Dorsten nach dem Zufallsprinzip zehn Bälle ins Publikum fliegen. Wer einen Ball erhaschte, konnte versuchen, von der Mittellinie aus einen Ball ins Tor zu schießen. Das gelang zwar keinem der Kinder, aber dennoch erhielten alle einen Gutschein als Belohnung.

Nach dem Spiel kamen Qualle, Sportkoordinator Michael Maiß, Mercaden-Centermanager Uwe Matthias und der Bürgermeister noch zu einer lockeren Talkrunde zusammen. Hier warb der 22-jährige Pascal Martin noch einmal für Fairness und Respekt, insbesondere gegenüber ehrenamtlichen Schiedsrichtern auf dem Fußballplatz. Er selbst sei auch als jugendlicher Schiedsrichter einmal Opfer von körperlicher Gewalt geworden, und das habe ihn geprägt. „Viele junge Schiris fürchten Bedrohung und Gewalt, und daher findet sich immer weniger Nachwuchs“, so der Influencer.

Auch den Ursprung seines Spitznamens verriet „Qualle“: Er entstammt seinem etwas missglückten Französischunterricht, wo er seinen Vornamen „Pascal“ immer wie „Pasqualle“ ausgesprochen habe. Daraufhin habe ihn seine Lehrerin mit „Qualle“ angesprochen, und das sei nun sein Markenzeichen geworden.




























