StartFreizeitKulturStiftung Jüdisches Museum Westfalen feiert 25-jähriges Jubiläum

Stiftung Jüdisches Museum Westfalen feiert 25-jähriges Jubiläum

Veröffentlicht am

Vorstand und Kuratorium der Stiftung Jüdisches Museum Westfalen sowie der Trägerverein des Jüdischen Museums in Dorsten hatten kürzlich besonderen Grund zu feiern. Seit 25 Jahren unterstützt die Stiftung das Jüdische Museum, das erfolgreich vom „Verein für jüdische Geschichte und Religion e.V. Dorsten“ betrieben wird, sowohl finanziell als auch durch ehrenamtliche Arbeit.

Die Stiftung mit Sitz in Dorsten/Westfalen wurde 1999 gegründet und erhielt im selben Jahr die Genehmigungsurkunde des Innenministeriums von Nordrhein-Westfalen. Das Stiftungsvermögen beträgt aktuell 1,3 Millionen Euro. Die Finanzierung umfasst dabei eine Million Euro vom Kreis Recklinghausen und 300.000 Euro von der damaligen Kreissparkasse Recklinghausen. Die Stiftung widmet sich der wissenschaftlichen, pädagogischen und künstlerischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart des Judentums. Vorsitzender des Stiftungskuratoriums ist Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Anzeige
Anzeige von Ohrwerk Hörgeräte: Fit im Ohr. Fit für den Alltag.

Finanzierung des laufenden Museumsbetriebes

Die Erträge der Stiftung sind dabei hauptsächlich zur Finanzierung des laufenden Museumsbetriebs gedacht. Zudem trägt die Stiftung Jüdisches Museum Westfalen dazu bei, Erinnerungen und das Gedächtnis an jüdische Geschichte in unserer Gesellschaft zu bewahren. „Bis zum Jahr 2023 beliefen sich die Fördermittel auf rund 1,235 Millionen Euro. Das ist herausragend“, betont Bürgermeister Stockhoff.

Die Fördermittel der Stiftung dienen insbesondere der wissenschaftlichen Erforschung der westfälisch-jüdischen Geschichte und der Organisation von Ausstellungen. Ein aktuelles Beispiel ist die Kunstausstellung „Shtetl – arayn und aroys“, Kunst der jüdischen Renaissance aus der Sammlung „Rubinstein-Horowitz“, die Museumsleiterin Dr. Kathrin Pieren besonders hervorhebt. Ein weiteres bedeutendes Projekt ist die Ausstellung zur Geschichte der Schoa-Überlebenden Schwester Johanna Eichmann aus Dorsten, die 2023 von einer Klasse des Paul-Spiegel-Berufskollegs Dorsten in Kooperation mit dem Jüdischen Museum und dem Verein ZWEITZEUGEN e.V. gestaltet wurde.

Einsatz für Geschichtsbewusstsein und Demokratie

„Gerade in Zeiten von Migration und der damit verbundenen ethnischen, kulturellen und religiösen Vielfalt ist dem Jüdischen Museum besondere Bedeutung beizumessen“, reflektieren Dr. Michael Schulte und Ludger Samson vom Stiftungsvorstand insbesondere die jüngst vergangen Jahre. Das Museum klärt auf, informiert, wahrt Erinnerungen und baut Brücken für das gesellschaftliche Miteinander unterschiedlicher Kulturen. Mit seiner intensiven politischen Bildungsarbeit unterstützt es die Entwicklung von Zivilcourage und demokratischem Bewusstsein insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Geschäftsführer Dirk van Buer versichert, dass die Stiftung auch in Zukunft das Jüdische Museum und seinen Trägerverein in Dorsten zuverlässig mit Fördermitteln unterstützen wird. „Denn die Stiftung ist für die Ewigkeit gedacht.“

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Mehr Personal an NRW-Schulen: Höchster Zuwachs seit über 40 Jahren

Die Personalausstattung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Schulministeriums arbeiten heute rund 12.600 Menschen mehr an den Schulen...

Dorsten setzt Strategie gegen Eichenprozessionsspinner fort

Dorsten setzt 2026 weiter auf feste Prioritäten und den digitalen Raupenmelder gegen Eichenprozessionsspinner.

Raub am Bahnhof Dorsten: Polizei sucht zwei Tatverdächtige mit Öffentlichkeitsfahndung

Nach einem Raub am Dorstener Bahnhof sucht die Polizei mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach zwei bislang unbekannten Tatverdächtigen. Sie sollen am Nachmittag des 22. Februar 2026...

Geschichtsstation an der Agathaschule zerstört

Mit großer Bestürzung hat die Agathaschule die Zerstörung der 49. Dorstener Geschichtsstation festgestellt. Unbekannte hatten am Wochenende das Glas der Station auf dem Schulgelände so...

Klick mich!