StartDorstenMenschenRobin Juste vom TTV Hervest-Dorsten ist ein „Stiller Star“

Robin Juste vom TTV Hervest-Dorsten ist ein „Stiller Star“

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Der 28-jährige Robin Juste engagiert sich seit 12 Jahren ehrenamtlich im Tischtennisverein. Da er nicht viel Aufhebens um seine Person macht, könnte die Bezeichnung „Stiller Star“ auch auf ihn passen. In diesem Fall meine ich jedoch den Preis „Stiller Star“, der vom WTTV, dem Westdeutscher Tischtennis-Verband, vergeben wird.

„Vor 20 Jahren entdeckte ich den Spaß am Tischtennisspiel. Im Keller meines mittlerweile verstorbenen Onkels spielte ich gegen ihn an einer uralten Platte“, erinnert sich der sportliche Holsterhausener. Seitdem hielt seine Freude an diesem Sport an, denn Robin hatte sich nicht nur beim Nachbarverein TSC Dorsten zum „Milch Cup“ angemeldet, er spielte sogar noch zwei Jahre dort im Verein.

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Bereits in jungen Jahren entdeckte Robin seine Liebe zum Tischtennis. Foto: privat

Dann standen Veränderungen in seinem jungen Leben an: Wechsel in eine weiterführende Schule, Wohnungsumzug innerhalb von Holsterhausen. Und da alle guten Dinge drei sind, wechselte Robin auch noch zum Tischtennisverein TTV Hervest-Dorsten. Hier wurde er ehrenamtlich immer aktiver, erlangte mit 17 Jahren seine D-Lizenz, um dann ein Jahr später die C-Lizenz vorweisen zu können. In der Zwischenzeit beendete er seine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann und erhielt die erweiterte B-Lizenz im Leistungssport. Mit der zusätzlichen B-Lizenz für den Rehasport arbeitet er heute in einer Dorstener Physiopraxis als Sporttherapeut.

„Der Verein muss zu den Kindern“

Spätestens, als er als Jugendwart in den Vorstand gewählt wurde, machte er sich Gedanken darüber, wie Kinder dazu bewogen werden können, in den Verein einzutreten. „Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann kommt der Berg halt zum Propheten, sprich der Verein muss zu den Kindern“, dachte sich der junge Mann. Er veranstaltete daraufhin die Tischtennis-Projektwoche in jeweils zwei Dorstener Grundschulen für die Dritt- und Viertklässler. „Da dieses Sportprogramm während der Schulzeit stattfand, nahmen alle Schülerinnen und Schüler der betreffenden Jahrgänge täglich teil“, freut sich Robin. Die offizielle Schulveranstaltung dauerte jeweils sechs Schulstunden, dennoch waren die Schulkinder begeistert, die ganze Woche Tischtennis spielen zu können. „Zum Glück haben mir die Mitarbeitenden des Dorstener Entsorgungsbetriebes die Tischtennisplatten zu den Schulen gefahren und wieder abgeholt“, ist Robin heute dafür noch dankbar. „Sonst hätten wir die Aktion auch nicht umsetzen können.“

Mit täglich wechselnden Helfern spielten die Dritt- als auch die Viertklässler wie beim „Milch Cup“ zu acht an der Platte untereinander, zum Schluss auch gegeneinander, bis die Sieger feststanden. Ergänzt wurden die Spiele durch Showkämpfe der Lehrer untereinander, sodass während der gesamten Woche keine Langeweile aufkam.

Robin Juste. Foto: Christian Sklenak

Der Erfolg gibt Robin Juste recht

„Mein Ziel war und ist es immer noch, die Kinder und Jugendlichen zu mehr sportlichen Aktivitäten zu bewegen“, erklärt Robin seinen ehrenamtlichen Einsatz. Und der Erfolg gibt ihm recht: Einige Tischtennistalente blieben wortwörtlich am Ball und auch die Resonanz der Lehrerinnen und Lehrer der Bonifatius-, Antonius-, Albert-Schweitzer- sowie der Pestalozzischule war hervorragend. Sie waren so begeistert, dass Robin die Projektwoche mittlerweile zum neunten und zehnten Mal abwechselnd in den Grundschulen durchführen wird. Sollten weitere Grundschulen Interesse an dieser Veranstaltung haben, so können sie sich gerne an Robin Juste unter [email protected] wenden.

Der „Milch Cup“ in den Grundschulen war Robin aber nicht genug. „Seit acht Jahren organisiere ich außerdem noch das von mir ins Leben gerufene Familienturnier, seit drei Jahren sogar mit verschiedenen Leistungsgruppen. Die Erlöse durch Kaffee, Kuchen und Bratwürstchen gehen an die Mr. Trucker Kinderhilfe“.

Bei all seinem Engagement bleibt dem Sportler dennoch Zeit, um selbst den Schläger zu halten. So spielt er noch im Herrenbereich in der ersten Mannschaft der Bezirksliga.

Verleihung des „Stillen Stars“ durch den WTTV. Foto Jörg Fuhrmann

Sein zeitintensiver Einsatz für die Jugendarbeit blieb natürlich nicht unbemerkt. So bekam Robin Anfang 2024, im 75. Jahr des Vereinsbestehens, bei der „Party des Sports“ den Sonderpreis Ehrenamt und kurz darauf den Preis „Stiller Star“ des WTTV überreicht.

Interesse am TTV Hervest-Dorsten?

Du bist zwischen 6 und 18 Jahre alt und hast Interesse, Tischtennis zu spielen oder es einmal zu versuchen? Dann komme doch dienstags oder freitags in Sportkleidung um 17 Uhr in die Halle Gymnasiums St. Ursula auf der Brüderstraße. Anmelden musst du dich nicht.

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