Glosse von Anke: Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Diesmal jedoch etwas Besinnliches!
Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Von Träumenden Pfannkuchen und Unter-Wasser-Rasenmähern
Das Märchen vom dicken fetten Pfannkuchen hat mir schon als Kind sehr gut gefallen. Wie der goldgelbe, duftende Teigfladen den drei alten Frauen aus der Pfanne entwischt und – kantapper kantapper – zum Haus hinaus in die Welt rollt, finde ich eine bemerkenswerte Leistung für so ein schmackhaftes Pfannengericht.
Träumende Pfannkuchen
Trotz dieser Vorkenntnisse, welche Lebendigkeit ein Pfannkuchen zu entfalten vermag, war ich doch überrascht, dass auch „Träumende Pfannkuchen“ auf unserer schönen Welt existieren. Und zwar ganz tief unter Wasser: „Die Augen geschlossen, die Öhrchen hängend, geradezu tiefenentspannt wirkt der kleine Krake, der scheinbar träumend durch die japanischen Gewässer des Pazifiks schwebt“, las ich auf der Info-Tafel zu besagtem „Krakenbild“, das in der aktuellen Ausstellung „Planet Ozean“ im Gasometer Oberhausen zu bewundern ist.
Zentimeter große Tintenfisch
Weiter heißt es: „Wenn er nicht gerade gemächlich durch das Wasser schwimmt, liebt es der nur wenige Zentimeter große Tintenfisch, sich völlig plattgedrückt am Meeresboden aufzuhalten. Dann sieht er aus wie ein Pfannkuchen. Dieser Eigenart verdankt er die umgangssprachliche Bezeichnung ,Japanischer Pfannkuchen-Teufelsfisch‘“.
Toll! Doch im Japanischen Meer tummeln sich offenbar noch andere merkwürdige Gesellen: zum Beispiel der Schafskopf-Lippfisch, der mit seiner geschwollenen rot leuchtenden Stirnbeule seine Kraft und Paarungsbereitschaft signalisiert. Nun denn, wem’s gefällt! Als paarungsbereites Weibchen würde ich doch eher den Dugong vorziehen: Die zugegeben etwas unförmige Seekuh arbeitet sich mit ihrer großen Schnauze wie ein Staubsauger über den küstennahen Boden des Roten Meeres und weidet das Gras – durchschnittlich mehr als 30 Kilogramm pro Tag. Der Vorteil in dieser Haushaltsgemeinschaft liegt auf der Hand: Herr Dugong saugt sich sein Essen selber und gleichzeitig ist die Bude immer blitzblank geputzt!




























