Glosse von Anke: Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Diesmal jedoch weniger lustig!
Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Dreister Diebstahl
Die Spätsommersonne wärmte mein sonnenbebrilltes Gesicht. Schaumige „Wellenausläufer“ umspielten meine Füße. Die salzige Nordseeluft kitzelte meine Nase. In freudiger Erwartung einer knusprigen Portion Fish & Chips mit Fritjes und kühlem Heineken-Bier spazierte ich über den weißen Sand zum Strandpavillon hinauf und suchte mir ein lauschiges Plätzchen mit Meerblick. „Ein perfekter Tag an Hollands Nordseeküste“, seufzte ich wohlig in mich hinein.
Bäng – mein E-Bike war verschwunden!
Doch als ich satt und zufrieden in bester Ferienlaune meinen Heimweg zur Ferienwohnung antreten wollte, zerplatzte die Blase vom vollkommenen Urlaubsglück mit einem lauten Knall: Bäng – mein E-Bike war verschwunden! Der Platz am Strandaufgang, an dem ich meinen getreuen Reise-Gefährten drei Stunden zuvor ordnungsgemäß angekettet hatte, war leer. Nicht mal einen jämmerlichen Kettenschloss-Fetzen hatte mir die verfluchte Diebesbande gelassen.
Wütend, traurig und fassungslos
Wütend, traurig und fassungslos latschte ich den langen Weg zu Fuß ins Dorf zurück. Mein Herz hängt wahrlich nicht an vielen materiellen Sachen, aber mein geliebtes Rad, mit dem ich tagtäglich durchs Leben fahre, das steht ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsdinge. Eine Frechheit ohnegleichen, mir das dreist zu stehlen. Ich dachte, in Holland klaut man keine Räder!
Falsch gedacht: „Sie sind heute schon die Fünfte, die einen Raddiebstahl anzeigt“, klärte mich am folgenden Tag der freundliche Beamte auf der zuständigen Polizeiwache auf. Na super! Da scheinen wohl gewissenlose Spezialisten am Werke gewesen zu sein, was meine Hoffnung auf ein „Tot Ziens“ – ein Wiedersehen – gegen Null schrumpfen lässt.
Erfindung eines Düsen-Modells
Okay – schweren Herzen habe ich jetzt das Nachfolger-Modell beim örtlichen Händler geordert. Doch die Optimierung der Diebstahlsicherung macht mir noch Sorgen: Ein intelligentes Kettenschloss, das bei einer gewaltsamen Entwendung dem Unbefugten gleich die diebische Hand abhackt, ist meines Wissens noch nicht auf dem Markt. Deswegen plädiere ich für die Erfindung eines Düsen-Modells, das dem klauenden Bösewicht im Moment der feindlichen Übernahme abgelaufene Fritten-Soße in die Augen spritzt. Vielleicht könnte der Beutel wahlweise auch mit Genever oder Tabasco befüllt werden. Also, liebe Daniel Düsentriebs dieser Welt: Macht Euch an die Arbeit!




























