Der Allgemeine Bürgerschützenverein Altendorf-Ulfkotte richtete am 17. November die zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag 2024 aus. Die Veranstaltung begann um 9.15 Uhr an der Kirche Heilig Kreuz, wo sich zahlreiche Teilnehmer trotz der unsicheren Wetterlage einfanden.
Den Auftakt bildete ein Gottesdienst unter der Leitung von Dechant Dr. Stephan Rüdiger, der musikalisch vom Blasorchester Erler Jäger begleitet wurde. Nach der etwa einstündigen Messe formierten sich die Abordnungen kurz nach 10.30 Uhr dann für den gemeinsamen Marsch zum Ehrenmal an der Altendorfer Straße.

Kaum waren die Teilnehmer dort eingetroffen, setzte starker Regen ein. Doch davon ließen sich weder die zahlreichen Schützen noch die Gäste beeindrucken. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Dirk Schulz stimmte der Projektchor Altendorf-Ulfkotte ein Lied an, dem sich das Blasorchesters Erler Jäger musikalisch anschloss.

Tobias Stockhoff erinnerte an Schwester Maria Euthymia
In seiner Gedenkansprache erinnerte Bürgermeister Tobias Stockhoff an konkrete Beispiele der Menschlichkeit in dunkelsten Zeiten. Besonders eindrucksvoll war seine Schilderung lokaler Geschichte: „Während des Zweiten Weltkrieges übernahm die selige Schwester Maria Euthymia im Februar 1943 die Pflege der ansteckend kranken Gefangenen, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter in einer Baracke. Oft hatten diese Menschen schwere Krankheiten wie Krätze, Tuberkulose, Typhus oder Lungenerkrankungen“, führte Stockhoff dabei aus. „Mit 70 Patientinnen und Patienten in der sogenannten St. Barbara-Baracke wurde sie von den Kranken als Engel auf Erden bezeichnet.“

Der Bürgermeister betonte: „Heute erinnern wir uns ganz besonders an diese Menschen. Ihre Taten und ihr Engagement sind die Basis für unsere heutige Demokratie, für Freiheit und Gerechtigkeit.“ Zum Nachdenken über Frieden und Versöhnung regte dann Dechant Dr. Stephan Rüdiger in seinem Gebet an.
Musikalische Akzente beim Volkstrauertag

Zwischen den einzelnen Programmpunkten setzte der Projektchor Altendorf-Ulfkotte mit seinen Liedern eindrucksvolle musikalische Akzente. Ein besonders bewegender Moment war dabei die Kranzniederlegung, die von der Blasmusik Erler Jäger mit dem Stück „Der Gute Kamerad“ begleitet wurde. Bürgermeister und König Steffen I. Schulz vollzogen dann gemeinsam diesen symbolischen Akt des Gedenkens. Das Programm schloss mit der Nationalhymne und einem Schlusswort des ersten Vorsitzenden Dirk Schulz.




























