StartDorstenPolitikOne Billion Rising: Tanz gegen Gewalt an Frauen am 14. Februar

One Billion Rising: Tanz gegen Gewalt an Frauen am 14. Februar

Veröffentlicht am

Am 14. Februar 2025 wird Dorsten erneut Teil einer weltweiten Bewegung: „One Billion Rising“. Um 14 Uhr lädt das Frauenhaus Dorsten gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Dorsten zu einer Demonstration auf dem Marktplatz in der Altstadt ein. Ziel der Aktion ist es, ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen.

Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff wird die Veranstaltung unterstützen. „Es gibt viel mehr Gewalt gegen Frauen, als wir vermuten. Die Dunkelziffer ist hoch. Deshalb ist es wichtig, als Gesellschaft wachsam zu sein und Betroffenen Hilfe anzubieten. Gewalt darf keinen Platz in unserer Stadt haben“, betont Stockhoff.

Weltweiter Protest mit Tanz

Kern der Bewegung „One Billion Rising“ ist ein gemeinsamer Tanz-Flashmob zum Song „Break The Chain“ („Zerbrich die Ketten“) der US-Songwriterin Tena Clark. Das Lied entstand eigens für diesen weltweiten Protesttag und symbolisiert den Wunsch nach Gleichberechtigung und Gewaltfreiheit.

Die Sozialarbeiterin und Tänzerin Sarah Proske hat für die Stadt Dorsten ein Anleitungsvideo zum Tanz erstellt, das bereits über 5300 Mal aufgerufen wurde. Wer mittanzen möchte, kann sich mit Hilfe des Videos vorbereiten.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Doch auch Menschen, die nicht tanzen möchten, sind herzlich eingeladen, ihre Solidarität durch ihre Anwesenheit zu zeigen.

Ein globales Zeichen gegen Gewalt

Die Kampagne „One Billion Rising“ wurde 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, weltweit Aufmerksamkeit für die Gewaltproblematik zu schaffen und zudem Betroffene zu ermutigen, nicht zu schweigen.

Dass dieses Thema brandaktuell ist, zeigen die Zahlen: 2023 erlebte in Deutschland alle vier Minuten eine Frau Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner. 155 Frauen wurden dabei getötet, das entspricht fast jeden zweiten bis dritten Tag einem Femizid. Insgesamt 132.966 Frauen waren laut Bundeskriminalamt Opfer von Gewalt in Partnerschaften. Zwei von drei Frauen erlebten zudem sexuelle Belästigung.

Jacky Möller, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dorsten, appelliert an die Bürger: „Wir freuen uns über jede Person, die sich am 14. Februar um 14 Uhr auf dem Marktplatz einfindet. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für ein gewaltfreies Miteinander!“

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

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