Trotz zwischenzeitlichem strömenden Regens haben rund 2000 Menschen am 3. Brustkrebslauf in Dorsten teilgenommen. Ein klares Zeichen für Zusammenhalt, Lebensfreude und Engagement. Von den Kleinsten bis zur Feuerwehr in voller Montur: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten eindrucksvoll, dass sportliche Leidenschaft und gesellschaftlicher Einsatz auch bei widrigen Bedingungen nicht ins Wasser fallen. Im Mittelpunkt stand dabei mehr als der sportliche Wettkampf – es ging um Aufmerksamkeit für eine Krankheit, die viele betrifft.

Schon früh am Sonntagmorgen füllte sich das Gelände rund um die Oude Marie: Läuferinnen und Läufer kamen mit Hund, Kind und Kegel, bereit für einen besonderen Tag im Zeichen des Sports und der Solidarität.
Kinder eröffnen den Brustkrebslauf 2025 mit Elan
Pünktlich am Vormittag um 10 Uhr fiel der Startschuss für die Kinderläufe über 800 Meter. Zahlreiche Mädchen und Jungen gingen voller Energie auf die Strecke. Direkt im Anschluss machten sich die Walking-Gruppen auf den Weg – zuerst die Fünf-Kilometer-Strecke, gefolgt von den Walkern über die kürzere Distanz.

Der Himmel öffnete zwischendurch seine Schleusen, doch die jungen Sportlerinnen und Sportler zeigten sich unbeeindruckt. Eltern feuerten ihre Kinder mit Regenschirmen und warmen Worten vom Rand aus an. „Ich wurde zwar nass – aber es hat so Spaß gemacht!“, rief ein achtjähriger Teilnehmer stolz, während er sich mit einem trockenen Handtuch umhüllte.

Ein Meer aus Pink trotz Regenflut
Zwischen den Läufen ließen die Organisatoren hunderte pinkfarbene Luftballons steigen – ein stilles, aber kraftvolles Symbol im Zeichen des Kampfes gegen Brustkrebs. Verteilt wurden sie von den Mitorganisatoren Dr. Ali Abdali und Prof. Dr. Khadijeh Mohri. Die Mitveranstalterin Khadijeh Mohri war selbst an Brustkrebs erkrankt Khadijeh Mohri war vor dreieinhalb Jahren selbst an Brustkrebs erkrankt, mittlerweile ist sie krebsfrei. Damals sei sie auf die Idee gekommen, auch in Dorsten einen Sponsorenlauf gegen Brustkrebs an den Start zu bringen.
Ein starker Auftakt, der gleich zu Beginn ein emotionales Zeichen setzte. „Das Bild war beeindruckend. Es war, als würden all die Gedanken, Hoffnungen und Erinnerungen mit diesen Ballons aufsteigen“, sagte eine Zuschauerin bewegt.

Sportliche Vielfalt bis zum großen Finale
Ab 11.30 Uhr folgte der 2,5-Kilometer-Lauf, bevor der Hauptlauf über fünf Kilometer die Veranstaltung abschloss. Dabei gingen allein in dieser Kategorie 495 Sportbegeisterte an den Start. Moderator Andy Schilasky war die Begeisterung deutlich anzumerken. Mit Megafon und ansteckender Begeisterung feuerte er die Läuferinnen und Läufer an und hielt die Stimmung auch bei Regen auf dem Höhepunkt.
„Das war heute der absolute Wahnsinn“, sagte er euphorisch. „Die Leute haben so gute Laune mitgebracht. Ich würde mal sagen: richtig geil!“ Auch spontane Nachmeldungen seien noch eingegangen: „Wir haben noch einige Nummern rausgegeben. Es war der Hammer!“

Feuerwehr Dorsten läuft in voller Montur
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Feuerwehr Dorsten, die gleich mit 31 Teilnehmern antrat – teils in kompletter Einsatzmontur inklusive Atemluftflaschen. „Das war für uns eine gute Trainingsmöglichkeit“, erklärte Feuerwehrmann Jan Heppner. „Einige sind gewalkt, viele aber auch gelaufen – fünf Kilometer mit rund 25 Kilo Gepäck. Da kommt man schon ins Schwitzen.“
Beteiligt waren Mitglieder aus verschiedenen Löschzügen, darunter Wulfen, Holsterhausen, Hervest 1 und Altstadt. Ziel sei es gewesen, einerseits dabei zu sein und andererseits das Durchhaltevermögen realitätsnah zu testen.

Feuerwehr Meerbusch und THW zeigen Präsenz
Auch aus Meerbusch war die Feuerwehr mit zwei Läufern angereist. „Für uns war es ein lockeres Training“, so ein Teilnehmer. Schließlich stünden bald Wettkämpfe unter Atemschutz an. Das Technische Hilfswerk (THW) stellte nicht nur vier Läufer, sondern sorgte mit insgesamt neun Kräften auch für die technische Versorgung der Veranstaltung. „Wir waren unter anderem für die Stromversorgung zuständig“, erklärte ein Vertreter des THW.

Tänze, Vitamine und Aufklärung im Trockenen
Wer lieber im Trockenen bleiben wollte, fand in der Oude Marie einen geschützten Platz zum Verweilen. Dort zeigten unter anderem die jungen Talente der Tanzschule Höfken eine mitreißende Choreografie. Zahlreiche Informationsstände klärten über Brustkrebs auf, verteilten Infomaterialien und luden zum Gespräch ein. Die Geburtsstation des Dorstener Krankenhauses bot vitaminreiche Snacks und frische Säfte an – auch das kam gut an.

Ein Brustkrebslauf mit Herz – auch bei Regen
Der 3. Dorstener Brustkrebslauf war mehr als eine Sportveranstaltung. Es war ein gemeinsames Zeichen gegen die Krankheit, für Solidarität – und für Lebensfreude selbst bei Regenwetter. Die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, emotionaler Tiefe und ehrenamtlichem Engagement machte den Tag zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.

































