Gut gepflegte Deiche sind das Rückgrat eines zuverlässigen Hochwasserschutzes – das betont der Lippeverband und startet deshalb ab Montag, 16. Juni, umfassende Pflegearbeiten an den Deichen entlang der Lippe in Dorsten. Ziel ist es, die Schutzfunktion der Deiche dauerhaft zu gewährleisten und frühzeitig mögliche Schäden zu erkennen.
Auf dem Norddeich werden auf einer Länge von rund fünf Kilometern Mäharbeiten durchgeführt. Der Süddeich folgt mit etwa 2,7 Kilometern. Die regelmäßige Mahd ermöglicht es den Mitarbeitenden des Lippeverbandes, den Deich gründlich zu kontrollieren. So kann man beispielsweise Schäden durch Wühltiere wie Kaninchen oder Bisamratten rechtzeitig entdecken.
„Ein gesunder, dichter Grasbewuchs verleiht dem Deich zusätzliche Stabilität“, erklärt ein Sprecher des Lippeverbandes. „Gleichzeitig müssen wir Pflanzen, die den Deich schwächen, gezielt zurückdrängen – das gelingt durch regelmäßige Mäharbeiten.“
Zum Einsatz kommen dabei große Schlepper mit Auslegemähwerken sowie kleinere Maschinen, sogenannte Kleinschlepper. In besonders steilen Bereichen wird die Mahd aus Sicherheitsgründen per Hand erledigt.
Lippeverband legt auch am Hammbach Hand an
Zusätzlich zu den Mäharbeiten am Deich wird auch entlang des Hammbachs Hand angelegt. Der Lippeverband beschneidet in der kommenden Woche die Hecken beidseitig zwischen dem Blauen See und der Baldurstraße. Dabei wird der jährliche Neuaustrieb der Gehölze im Rahmen eines sogenannten Formschnitts entfernt.
Passender Zeitpunkt nach dem Johannistrieb
Der Zeitpunkt für diese Maßnahme ist bewusst gewählt. In der zweiten Junihälfte kommt es bei vielen Pflanzen zum sogenannten Johannistrieb – einem zweiten Austrieb nach der Hauptwachstumsphase. „Indem wir diesen abwarten, genügt in der Regel ein einziger Schnitt im Jahr“, so der Lippeverband.
Die Arbeiten dienen nicht nur der Pflege, sondern auch der Sicherheit. Freie Sicht auf das Gewässer und gepflegte Böschungen erleichtern Kontrollen und beugen langfristig Schäden vor. Der Lippeverband bittet Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für mögliche kurzzeitige Einschränkungen durch Maschinen oder Personal.




























