Nach einer im März angezeigten Vergewaltigung an einem Hochsitz im Dorstener Stadtteil Hervest haben die Ermittlungsbehörden neue Erkenntnisse bekannt gegeben. Wie die Polizei Recklinghausen am Freitag mitteilte, haben die bisherigen Ermittlungen Zweifel an dem ursprünglich geschilderten Tatgeschehen ergeben.
Demnach führten umfangreiche Maßnahmen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Essen – darunter Vernehmungen und Spurenauswertungen – zu dem Ergebnis, dass der angezeigte Sachverhalt möglicherweise nicht wie dargestellt stattgefunden hat. Ein Tatverdächtiger konnte im Rahmen der Ermittlungen nicht identifiziert werden.
Nach aktuellem Stand gehen die Behörden davon aus, dass es den beschriebenen unbekannten Sexualstraftäter nicht gibt.
Die ursprüngliche Meldung stammte vom 5. März. Damals hatte eine Jugendliche aus Dorsten angegeben, sie sei am Abend des 2. März an einem Jagdhochsitz im Waldgebiet Orthöve von einem unbekannten Mann körperlich angegriffen und vergewaltigt worden. Die Polizei leitete daraufhin eine großangelegte Suche ein, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde. Der Täter wurde damals unter anderem als etwa 1,95 Meter groß, 20 bis 25 Jahre alt, mit mitteleuropäischem Erscheinungsbild beschrieben.
Die Ermittlungen sind laut Polizei abgeschlossen. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.




























