Musik, Gemeinschaft und Emotionen standen am Samstagnachmittag im Mittelpunkt eines ganz besonderen Ereignisses: Zum bereits elften Mal fand das Dorstener Chorfestival statt – ein musikalischer Rundgang durch die Altstadt, bei dem sechs Chöre in vier Kirchen ihre Stimmen erklingen ließen.
Das Publikum erlebte ein vielfältiges Programm, das von ausgelassener Stimmung bis zu tiefgründiger Nachdenklichkeit reichte.
Musikalische Vielfalt in der Altstadt
Ob traditionelle Gospelsongs, moderne Pop-Hits oder humorvolle Alltagsgeschichten – das Repertoire der teilnehmenden Ensembles hätte abwechslungsreicher kaum sein können. Jeder Chor erzählte auf seine eigene Weise eine Geschichte, mal berührend und ernst, mal leichtfüßig und unterhaltsam.

Den Auftakt machten die neun Sängerinnen von „Les Dames qui chantent“, die mit ihren klaren hohen Stimmen Stücke aus verschiedenen musikalischen Epochen präsentierten.
Die Gruppe „Singing Hardt“ aus Dorsten-Hardt unter der Leitung von Ursula Dopp überzeugte mit klassischem Gospel und christlich geprägter Musik mit Musical-Anklängen.

„Gospelchor Enjoy!“, gegründet von Christian Löer und Andreas Deppermann, mischte moderne Gospelsongs, Worship-Hymnen und Popsongs zu einem klangstarken Erlebnis.
Für einen unterhaltsamen Kontrast sorgten die „Storytellers“ aus Marl. Sie verbinden Chorgesang mit humorvollen und auch nachdenklichen Geschichten aus dem Alltag – mal aus der Sicht von Männern, mal aus dem Leben gegriffen, stets mit einem Augenzwinkern.

Das Vokalensemble „GinFis“ interpretierte deutsche und internationale Popsongs aus den letzten fünf Jahrzehnten – bei ihnen stand die Freude am Singen und gute Laune im Vordergrund.
Höhepunkt mit „Soli d’ Arte“: Energie durch Gesang
Einen mitreißenden Abschluss bot das 24-köpfige Ensemble „Soli d’ Arte“ aus dem Kreis Recklinghausen. Unter der Leitung von Katharina Höhne präsentierten sie ihr neues Programm „Avanti Mitochondrien… und alles wird Glut“, das ganz im Zeichen von Lebensfreude und Energie stand. Mit ausgefeilten Choreographien und originellen Texten gelang es ihnen, das Publikum nicht nur musikalisch, sondern auch emotional zu begeistern.

„Mitochondrien liefern dem Körper Energie. Wenn man zu wenige hat, wird man schnell müde“, erklärte Höhne das Konzept. „Eine Möglichkeit, mehr davon zu bekommen, ist das Singen. Und genau das machen wir heute gemeinsam – voller positiver, antreibender Energie.“
Ein Chorfestival mit Strahlkraft
Das Dorstener Chorfestival hat erneut gezeigt, wie Musik Menschen verbindet – über Altersgrenzen, Stadtgrenzen und musikalische Vorlieben hinweg. Die Besucherinnen und Besucher erlebten einen Nachmittag voller Vielfalt, Leidenschaft und Gesang – getragen von vielen Stimmen, die gemeinsam ein starkes Zeichen für kulturelles Miteinander setzten.




























