Angesichts zunehmender Trockenheit und steigender Waldbrandgefahr hat der Kreis Recklinghausen seine Feuerwehren mit neuer Ausrüstung verstärkt. „Wir haben es in den letzten Wochen wieder erlebt: Es ist so trocken, dass es im Kreis die ersten größeren Wald- und Böschungsbrände gab“, erklärt Landrat Bodo Klimpel. Um auf diese Herausforderungen besser reagieren zu können, hat der Kreis nun in spezielles Material für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung investiert.
Nicht jeder Brand ist gleich – das weiß auch Kreisbrandmeister Robert Gurk. „Für die Einsatzkräfte macht es einen großen Unterschied, ob das Feuer auf einer Halde, einem ehemaligen Truppenübungsplatz oder mitten im Wald ist. Nicht alle Stellen sind mit Fahrzeugen erreichbar.“ Besonders in unwegsamem Gelände sei daher Spezialausstattung gefragt.

Stationiert in Datteln, einsatzbereit im ganzen Kreis
Die neu beschaffte Ausrüstung wird zentral bei der Feuerwehr in Datteln gelagert, steht aber für Einsätze im gesamten Kreisgebiet bereit. In transportfähigen Boxen und auf Europaletten lagern dort unter anderem leichte und flexible D-Schläuche, wassersparende Strahlrohre, Löschrucksäcke, Waldbrandhacken, Feuerpatschen, Schaufeln und Äxte. Diese Werkzeuge eignen sich besonders für Nachlöscharbeiten und die Bekämpfung von Bodenfeuern.
Ebenfalls angeschafft wurden Rucksäcke für den Materialtransport über längere Strecken in schwierigem Gelände sowie zusätzliche Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1.000 und 10.000 Litern. Letztere können sogar zur Befüllung von Löschwasserbehältern für Hubschrauber genutzt werden. Die Ausstattung ist so konzipiert, dass sie sechs Löschzüge ergänzen kann.
Die Zusammenstellung des Materials erfolgte in enger Abstimmung mit den Städten Dorsten, Marl, Haltern am See, Datteln und Oer-Erkenschwick. Im Einsatzfall kann die Ausrüstung schnell per LKW an die jeweiligen Einsatzorte gebracht werden.
Logistikzug ebenfalls aufgerüstet
Neben der Waldbrandausrüstung wurde auch der sogenannte Logistikzug erweitert. Dieser unterstützt bei überörtlichen Einsätzen unter anderem bei der Versorgung der Einsatzkräfte, der Unterbringung, Betankung und bei technischen Problemen. Neu hinzugekommen sind Zelte, mobile Tankcontainer sowie Werkzeuge zur Wartung und Instandsetzung von Geräten wie Kettensägen oder Notstromaggregaten.
Der Logistikzug steht nicht nur für Großeinsätze im Kreis bereit, sondern ist auch Bestandteil der landesweiten Katastrophenschutzstrukturen. Derzeit beteiligen sich die Feuerwehren aus Recklinghausen und Dorsten (Technik) sowie das Deutsche Rote Kreuz (Versorgung) ehrenamtlich an dem Zug.
Landrat Klimpel betont die Bedeutung der Investition: „Es ist wichtig, dass wir unsere Feuerwehren gut ausstatten, damit sie ihre verantwortungsvollen Aufgaben auch gut wahrnehmen können. Darum bin ich dem Kreistag sehr dankbar, dass er dieser Anschaffung im Wert von über 120.000 Euro zugestimmt hat.“




























