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Christopher Meier-Wilkening: Zwischen Kinosaal und Boxring

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Der Dorstener Regisseur Christopher Meier-Wilkening steckt mitten in der Arbeit an seinem neuen Filmprojekt, das mit einem ebenso ungewöhnlichen Konzept wie Setting überrascht. Ein „Film im Film“, der nicht nur das Kino selbst, sondern auch dessen Besucher in den Fokus rückt und das mit einer ordentlichen Portion schrägem Humor. Nach den ersten Drehtagen, unter anderem in einem Boxring, spricht er über Genregrenzen, kreative Freiheit und die bereichernden Ideen aus dem Castingprozess.

Dorsten-Online: „Herr Meier-Wilkening, der Drehstart liegt nun hinter Ihnen – zuletzt wurde in einem Boxring gefilmt. Wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Location, und welche Rolle spielt der Boxring innerhalb der Filmhandlung?“

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Christopher Meier-Wilkening: „Die bisherigen vier Drehtage dienten der Vorbereitung von insgesamt sieben Kurzfilmen, die im späteren Hauptfilm auf der Kinoleinwand erscheinen – und auch separat veröffentlicht werden. Es handelt sich also um einen Film im Film. Der Boxring als Location entstand durch die großartige Kooperation mit dem Muay-Thai-Verein „Crazy Tigers“ in Dorsten, die uns dort ein wildes, absurdes Wrestling-Match drehen ließen. Im Oktober beginnt dann der Hauptdreh.“

Dorsten-Online: „Ihr neuer Film spielt größtenteils im Kino, doch mit dem Boxring scheinen Sie die visuelle und erzählerische Bandbreite deutlich zu erweitern. Welche filmischen Kontraste oder Stilmittel verfolgen Sie mit dieser Entscheidung?“

Christopher Meier-Wilkening: „Die Kino-Location als zentrales Element eröffnet uns die Möglichkeit, sämtliche Filmgenres zu streifen – ganz nach dem Motto: Alles ist erlaubt. Jeder der sieben Kurzfilme ist stilistisch und erzählerisch komplett unterschiedlich, aber sie alle eint ein absurder, komödiantischer Ton. Der Boxring steht damit exemplarisch für den verspielten Umgang mit Kontrasten – ein cineastischer Freiraum, der keine Genregrenzen kennt.“

Dorsten-Online: „Beim Casting sprachen Sie davon, dass kreative Ideen von Teilnehmenden sogar den Weg ins Drehbuch finden könnten. Gab es tatsächlich Vorschläge aus dem Castingprozess, die nun Teil der Dreharbeiten geworden sind?“

Christopher Meier-Wilkening: „Absolut. Es kamen einige frische und völlig unerwartete Ideen aus dem Casting, die es tatsächlich ins Drehbuch geschafft haben – Gedanken, auf die ich selbst nicht gekommen wäre. Das entspricht auch der Grundidee des Films: das Kino als Ort alltäglicher, aber erzählenswerter Geschichten. Ich bin generell ein Freund von Improvisation – gerade bei Comedy entstehen viele der besten Momente spontan, oft auch durch Input des Casts oder des Teams hinter der Kamera. Es ist großartig, wenn man gemeinsam dieselbe kreative Wellenlänge findet.“

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