Nach ihrem mehrwöchigen Aufenthalt in Holsterhausen wechseln die Stadt-Terrassen ihren Standort: Ab Montag, 1. September, sind sie am Urbanusring in Rhade zu finden. Damit endet das Gastspiel an der Freiheitsstraße, wo die installierten Sitz- und Pflanzmodule in den vergangenen Wochen für Diskussionen, Begegnungen und neue Perspektiven im Straßenraum gesorgt haben.
Der Umzug ist logistisch anspruchsvoller als beim Start. Die Pflanzkübel sind inzwischen bepflanzt und müssen unbeschädigt in Rhade ankommen. Schon einige Tage vor dem Transport werden daher Parkverbote eingerichtet, um Platz für die Anlieferung zu schaffen.
Treffpunkt ohne Durchgangsverkehr
Im Gegensatz zum Standort in Holsterhausen profitieren die Terrassen in Rhade von der ruhigen Lage am Urbanusring. Hier können sie als geschlossenes Ensemble aufgestellt werden, das nicht nur für spontane Begegnungen, sondern auch für größere Veranstaltungen genutzt werden kann.
Die Stadt lädt alle Bürger ein, die Flächen aktiv zu nutzen. Möglich sind Spielenachmittage, Kaffeerunden, Picknicks oder Konzerte. Wer selbst eine Aktion plant, kann diese per Mail an [email protected] melden. Die Termine werden dann im Veranstaltungskalender der Stadt veröffentlicht.
Erste Programmpunkte stehen fest
- September, 15 bis 16.30 Uhr: Vorstellung der kulturellen und touristischen Angebote durch das Team der Stadtagentur
- September, 17 bis 19 Uhr: Offener Treff der ADFC-Gruppe Radinfrastruktur
- 18. September, jeweils 16 bis 18 Uhr: Gespräch zur Dorfentwicklung mit dem Planungs- und Umweltamt
Darüber hinaus sind Besucher eingeladen, über einen QR-Code an einer Umfrage teilzunehmen, die schon in Holsterhausen intensiv genutzt wurde.
Geteilte Meinungen und spürbare Effekte
Die bisherigen Rückmeldungen zeigen ein gespaltenes Bild. Während Autofahrer den Wegfall von Stellflächen oft kritisch sehen, begrüßen Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer die neuen Aufenthaltsräume. Mehrere Befragte gaben sogar an, ihr Verhalten verändert zu haben. Sie seien häufiger mit dem Rad unterwegs gewesen, hätten das Auto öfter stehen gelassen und mehr Zeit im öffentlichen Raum verbracht.

Tournee mit Stationen in drei Stadtteilen
Das Projekt versteht sich bewusst auch als Provokation. Es stellt die gewohnte Dominanz des Autoverkehrs infrage und wirbt dafür, Straßenräume neu zu denken als Orte der Begegnung und nicht nur als Abstellflächen.
Das Rhader Gastspiel endet am 28. September. Die dritte und letzte Station folgt direkt im Anschluss: Vom 29. September bis zum 26. Oktober werden die Stadt-Terrassen in Lembeck an der Schulstraße aufgebaut.




























