Mal eben beim Stillen die Nachrichten beantworten, schnell die E-Mails checken oder durch Social Media scrollen – viele Eltern kennen das doch. Doch dieses Verhalten kann die Entwicklung von Babys und Kleinkindern beeinträchtigen. Darauf macht die neue Kampagne „Sprich mit mir“ des Kreises Recklinghausen aufmerksam.
„Gerade der ständige Blick aufs Smartphone kann einen negativen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern haben“, erklärt Regina Maienhöfer vom Gesundheitsamt des Kreises. „Besonders in den ersten drei Lebensjahren entwickeln Kinder wichtige seelische, emotionale und soziale Fähigkeiten. Eltern fördern dies instinktiv, indem sie auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Das geschieht zum Beispiel durch Blickkontakt, Berührungen, Mimik, Gestik und Sprache.“
Wird diese Zeit aber durch das Smartphone ersetzt, kann es zu Problemen kommen: „Zum Beispiel verlangsamte Sprachentwicklung oder auch Schlaf- oder Fütterstörungen“, berichtet Maienhöfer. Denn wenn das Smartphone die Eltern-Kind-Zeit ersetzt, sprechen Mütter und Väter weniger mit ihrem Kind, gehen nicht auf Bedürfnisse ein oder bemerken gefährliche Situationen zu spät. Kinder wiederum reagieren gestresst, vermeiden den Kontakt oder zeigen Verhaltensauffälligkeiten.

Die Kampagne will Eltern jedoch nicht belehren, sondern unterstützen. „Man kann bewusst Smartphone-freie Zeit einführen, Regeln für die Nutzung aufstellen oder dem Kind erläutern, was man gerade macht“, so Maienhöfer. Um möglichst viele Eltern zu erreichen, arbeitet das Kreis-Gesundheitsamt mit den Jugendämtern und Kitas zusammen. In den Einrichtungen hängen Plakate und Flyer liegen aus. Weiter Informationen über die Kampagne „Sprich mit mir“ gibt es unter www.kreis-re.de/sprichmitmir.




























