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Dorsten gestaltet Gewerbegebiete klimaresistent um

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Engagieren sich für klimaresiliente Gewerbegebiete in der Emscher-Lippe-Region: Dezernenten und Vertreter aus den Kommunen der Zukunftsinitiative Klima.Werk mit den Vorständen von Emschergenossenschaft und Lippeverband, Prof. Dr. Uli Paetzel, Liana Weissmüller (Mitte rechts neben dem Banner) und Dr. Frank Obenaus (3. von re). Foto: Klima.Werk

Kommunen im Klima.Werk unterzeichnen Positionspapier für klimaresiliente Gewerbeflächen

Auch in Dorsten sollen Gewerbegebiete künftig grüner und widerstandsfähiger werden. Die Stadt beteiligt sich an der Zukunftsinitiative Klima.Werk, in der Kommunen gemeinsame Standards für klimaresiliente Gewerbeflächen entwickeln. Ziel ist es, bestehende und neue Areale besser gegen Hitze und Starkregen zu wappnen, etwa durch mehr Begrünung, Flächen zum Zurückhalten von Regenwasser und eine naturnahe Bewirtschaftung. Unterstützt wird die Initiative von Emschergenossenschaft und Lippeverband.

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Mehr Grün gegen Hitze, mehr Raum für Regenwasser

Wer in einem Dorstener Gewerbegebiet arbeitet, spürt die Folgen des Klimawandels längst. Im Sommer heizen sich Hallen und Freiflächen auf, während starke Regenfälle für Überflutungen sorgen können. Begrünte Fassaden, Bäume und Versickerungsflächen sollen künftig Abhilfe schaffen. „Wir müssen das große Potenzial nutzen, das in den Gewerbeflächen der Region steckt“, betont Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband. „Am Umbau von öffentlichen und privaten Infrastrukturen führt kein Weg vorbei. Die neuen Standards liefern dafür die Grundlage.“

Gesunde und zukunftsfähige Arbeitsstandorte

Die beteiligten Städte, darunter Dorsten, haben ein gemeinsames Positionspapier unterzeichnet. Es soll die Grundlage für klimaangepasste Gewerbeflächen bilden. Ziel sei es, gesunde und konkurrenzfähige Arbeitsorte zu schaffen, erklärt Dr. Markus Bradtke, Stadtbaurat aus Bochum, stellvertretend für die beteiligten Kommunen. „Mehr Grün und Wasserflächen sorgen auch in Gewerbegebieten für eine bessere Aufenthaltsqualität. In einer solchen Umgebung lässt es sich angenehmer arbeiten.“

Versiegelte Flächen verschärfen Klimafolgen

Klaus Müller, Technischer Beigeordneter der Stadt Bottrop, weist auf ein zentrales Problem hin: „Die starke Versiegelung in unserer Region verschärft die Folgen des Klimawandels. Starkregen kann nicht versickern, und während Hitzeperioden heizen sich die Flächen zusätzlich auf. Neuversiegelungen müssen wir daher so gering wie möglich halten.“

Vorrang für Flächenrecycling und Regenwassermanagement

Zu den vereinbarten Standards gehört der Vorrang von Flächenrecycling vor neuen Versiegelungen. Der Umgang mit Regenwasser soll bereits bei der Planung neuer Gewerbegebiete berücksichtigt werden. Geplant ist eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung, bei der Niederschläge versickern, verdunsten oder in Gewässer abfließen können. In bestehenden Gebieten sollen Regenwasserleitungen schrittweise abgekoppelt werden.

Auch eine stärkere Durchgrünung gehört zum Konzept. Begrünte Dächer und Fassaden sollen künftig zum festen Bestandteil gewerblicher Bebauung werden.

Umsetzung in kommunaler Praxis

Die Kommunen wollen die neuen Standards künftig in mehreren Bereichen anwenden:

  • bei der Bauleitplanung und in Bebauungsplänen,
  • in städtebaulichen Verträgen und Kaufverträgen,
  • bei der Ansiedlung neuer Unternehmen,
  • in Gestaltungssatzungen,
  • über Förderprogramme und Fachberatung,
  • sowie durch Information über wirtschaftliche Vorteile klimaresilienter Gestaltung.

Das Positionspapier gilt als gemeinsames Bekenntnis, die Klimaanpassung über gesetzliche Vorgaben hinaus aktiv voranzutreiben. Auch weitere Städte sollen sich der Initiative anschließen.

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk

Im Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband mit Städten der Emscher-Lippe-Region zusammen, um eine wasserbewusste Stadtentwicklung zu fördern. Ziel ist es, die Folgen des Klimawandels zu mildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern.

Das Projekt geht auf die Zukunftsvereinbarung Regenwasser von 2005 zurück und wird seit 2020 im Rahmen der Ruhrkonferenz als „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ fortgeführt. Bis 2030 sollen rund 250 Millionen Euro investiert, 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte erhöht werden.

Weitere Informationen und Fördermöglichkeiten stehen auf www.klima-werk.de zur Verfügung.

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