Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Denken beim Schenken
Nur noch vier Wochen bis Heiligabend und noch kein Geschenk für die Lieben gefunden? Jetzt reden Sie sich bitte nicht raus mit der vielzitierten Phrase: „Ach, was soll ich da schenken, die haben ja sowieso schon alles!“ Falsch. Blättern Sie doch mal in den einschlägigen Werbebroschüren für moderne Hausfrauen und ideenlose Zeitgenossen, und Sie werden erstaunt sein über das beeindruckende Angebot, das Leben und Geldbörse im Nu erleichtert.
Hat Ihre Schwägerin in den Wechseljahren etwa schon den Beckenbodentrainer aus ergonomischem Polypropylen, den frau sich zum effektiven Muskelgruppentraining einfach zwischen die Oberschenkel klemmt? Hilft gegen Bindegewebs- und Blasenschwäche und sorgt für einen straffen Knackpo!
Auch die einem langen Schuhanzieher ähnelnde Eincreme-Hilfe erleichtert das Alltagsleben enorm: Mit drei Aufsätzen (Cremer, Bürste, Schwamm) und dem langen U-förmigem Stiel macht sie das Einreiben der Rückenpartie ohne Verrenkungen nach Bad, Sauna oder am Strand mühelos möglich.
Socken, Oberhemd, Krawatten – überraschen Sie Ehemann und Opa doch mal mit etwas anderem! Männliche Verwandte mit buschig wachsenden Augenbrauen a la Theo Waigel könnten ihre Freude an der Augenbrauen-Schere aus Edelstahl haben – sicherer Schnitt und einfache Handhabung beim Kürzen, mit einem kleinen Kamm aus antibakteriellem Kunststoff. Unerwünschter Haarwuchs aus Nasen- und Ohrenlöchern ist mit dem zuverlässigen Nasenhaar-Trimmer ein Relikt aus der Vergangenheit.
Und wer mit seinen herkömmlichen Putz-Requisiten schon einmal beim Reinigen von Steckdosen und Fensterrahmen-Rillen hoffnungslos gescheitert ist, der wird für die Steckdosen-Bürste und den „Rahmen-Clean Spezial“ unterm Weihnachtsbaum in Freudentränen ausbrechen und Ihnen auf ewig dankbar sein.
So, liebe Leute, ich muss hier jetzt leider für einen Selbstversuch unter der Dusche abbrechen. Dort wartet schon meine neue, mit Saugnäpfen an den Duschboden befestigte Fußwaschanlage auf ihre erste Inbetriebnahme. Das ist ein Badelatschen, der mit einer besonderen Anordnung kleiner und größerer Bürsten den Fuß von oben und unten bearbeitet. Die Zehenzwischenräume werden so direkt gereinigt. Und der Bimsstein an der Ferse macht die Hornhaut zur Geschichte.
Ab sofort will ich keine Tränen mehr am Gabentisch sehen – außer Lach- und Freudentränen.




























