Wer am Samstag am Dorstener Bürgerbahnhof vorbeiging, konnte den Eindruck gewinnen, ein kleiner Weihnachtsmarkt habe sich dort eingefunden. Zahlreiche Stände sorgten für festliche Atmosphäre und überall waren Kinder zu sehen, die malten, bastelten und kleine Kunstwerke gestalteten. Die Winterwerkstatt lockte viele Familien an und bot kreativen Spaß für Groß und Klein. Gleichzeitig rückte ein wichtiges Anliegen in den Mittelpunkt: die Unterstützung der Dorstener Tafel.
An fast jedem Stand standen gut sichtbare Spendengläser. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um den Verein gerade in der kalten Jahreszeit zu unterstützen. Das deutliche Engagement der teilnehmenden Gruppen setzte ein starkes Zeichen für gemeinschaftlichen Zusammenhalt und soziale Verantwortung.

Viele Vereine und Organisationen halfen bei der Winterwerkstatt
Neben der Dorstener Tafel waren weitere Vereine und Institutionen vertreten, die für ihre eigenen Projekte sammelten. Der Treffpunkt Altstadt warb um Unterstützung für kommende Veranstaltungen, das Gymnasium Petrinum sammelte für die Abikasse und die Agathaschule für ihren Förderverein. Die Schule erklärte: „Der Zweck unseres Vereins ist die ideelle und materielle Förderung der Agathaschule. Zum Beispiel ermöglichen wir den Kindern durch Spenden neue Bücher, Medien, Sportgeräte und Stutenkerle zum Nikolaus. Alle Spenden kommen den Kindern zugute, wir wollen ihnen damit eine Freude machen.“

Ein besonderer Anziehungspunkt war das Projekt „Natur on Tour“, eine Kooperation von Bottroper Jägern und Landwirten. Birgit und Anne präsentierten dort verschiedene präparierte Waldtiere. Kinder konnten sie aus nächster Nähe betrachten und anfassen, was bei vielen für Staunen sorgte. Birgit Kömper erklärte die Idee dahinter: „Wir wollen Kinder und Jugendliche dazu einladen, die heimische Tierwelt, ihre Lebensräume und die Landwirtschaft kennenzulernen. Wir unterstützen auch Schulklassen im Naturunterricht und vermitteln den Schülern ersten Kontakt mit Hasen, Wildschweinen und anderen Tieren.“

Lesestunde mit dem Bürgermeister
Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Bürgermeister Tobias Stockhoff. Im Obergeschoss des Bürgerbahnhofs versammelten sich zahlreiche Kinder, die gespannt seiner Weihnachtsgeschichte lauschten. Ursprünglich hatte der Bürgermeister etwas anderes vorbereitet, doch kurzfristig wurde ihm mitgeteilt, dass seine Geschichte bereits vergeben sei.

Er griff die Situation mit Humor auf und erklärte: „Eigentlich habe ich eine ganz andere Geschichte vorbereitet, eine Geschichte über einen Schulgeist, aber jetzt erzähle ich euch eine Geschichte über die Geburt Jesu.“ Seine Erzählung schilderte das Geschehen rund um die Krippe aus der Sicht verschiedener Tiere. Die Botschaft von Gemeinschaft, Einigkeit und Nächstenliebe begeisterte die jungen Zuhörer und rundete den Tag stimmungsvoll ab.
Mit kreativer Freude, lebendigen Begegnungen und dem gemeinsamen Blick auf soziale Verantwortung zeigte die Winterwerkstatt am Bürgerbahnhof, wie stark Dorstens Gemeinschaft auch im Winter zusammensteht.









































