Solche beeindruckenden Bilder sieht man selten in Dorsten. Am Freitag, den 19. Dezember, füllte sich nicht nur der gesamte Marktplatz mit Dorstenern, sondern auch die vielen Straßen drumherum. Als unwissender Marktgänger auf der Suche nach Last-Minute-Weihnachtsgeschenken fragte man sich zurecht: Warum ist es auf einmal so voll in Dorsten?

Gemeinsam mit der Blaskapelle St. Marien wurden zahlreiche bekannte Weihnachtslieder aufgeführt, darunter auch „Stille Nacht, Heilige Nacht“ und „Ihr Kinderlein kommet“. Außerdem vor Ort war Bürgermeister Tobias Stockhoff, der zwischen den einzelnen Stücken kurz das Mikrofon ergriff.
„Ich rede zwischen den Liedern immer ein bisschen, damit die Blaskapelle auch mal Zeit zum Verschnaufen hat. Das ist auf Dauer sehr anstrengend, dann quatsche ich eben ein bisschen“, scherzte der Bürgermeister.
Ein besonderes Lied mit Bedeutung für Dorsten
30 Minuten lang ging das gemeinsame Adventssingen. Abgerundet wurde das Mini-Konzert mit einem etwas anderen Weihnachtslied – einem Lied, das man nicht direkt einen Weihnachtsklassiker nennen würde.

„Für Max Kohle, der das Mitsing-Konzert initiiert hat, hatte dieses Lied eine tiefe Bedeutung. Nach dem Krieg, als Dorsten zerstört war, fand er auch sein Elternhaus in Trümmern auf. Am Ende des Jahres, nachdem die Aufbauarbeiten begannen, dankte Max Kohle Gott, dass seiner Heimatstadt mehr Not und Leid erspart geblieben ist. Deshalb war es für ihn wichtig, sich mit diesem Lied bei Gott zu bedanken.“, so Stockhoff.
Großer Applaus zum Abschluss
Als kleine Zugabe spielte die Blaskapelle noch „Jingle Bells“, ehe das Konzert mit einem großen Applaus sein Ende fand. Wie jedes Jahr war das Mitsing-Konzert ein Höhepunkt des Dorstener Winterzaubers, und die meisten können es jetzt schon kaum abwarten, bis es im nächsten Jahr wieder stattfindet.





























