Zitternde Hunde, versaute Bude, stressige Gassigänge – wer in harten Winterzeiten wie diesen mit seinem vierpfotigen Liebling vor die Tür geht, der zieht ihm gerne auch ein wärmendes und wasserabweisendes Mäntelchen über.
Dabei empfiehlt es sich nicht, das wehrlose Tier in eine ausgediente Babyjacke des erstgeborenen Kindes zu stecken. Das ist erstens unangenehm für den Hund, gilt aber gleichzeitig auch als miserables modisches Statement für die vierbeinige Begleitung.
Ich habe in den vergangenen Tagen bei meinen Spaziergängen mit unverhohlener Ver- und Bewunderung interessante Modetrends bemerkt, die ich Euch nicht vorenthalten möchte: Pastelltöne wie Rose, Creme und Lavendel sind bei Frau Hund (oder sollte ich besser dem Frauchen sagen?) sehr beliebt. Dabei verleihen Blumen- und Karomuster dem Outfit einen eleganten Look, während Rüschen, Schleifen und zarte Stickereien feminine Akzente setzen. Besonders edel: Weiche Strickmäntel mit Kaschmir- oder Teddy-Futter kombinieren Komfort mit Chic.
Sportlich-maskuline Spielarten dominieren hingegen in der Modewelt der Hunde-Rüden. Karos, Hahnentritt und klassische Streifen setzen die Tops-Trends, die sich in gedeckten Erdfarben wie Oliv, Grau und Cognac gefallen. Extraausstattung: die integrierte Leinenhaltung für alle Größen von S bis 5XL.
Rein funktional gesehen sind versiegelte Nähte, hochwertige Polyester-Membranen sowie atmungsaktive Innenfutter-Technologien zu empfehlen. Robuste Harz-Reißverschlüsse haben sich als hochwertiges Verschluss-System bewährt.
Ergonomie für den Hund
Bitte auch auf die ergonomische Passform achten: Hundeflüsterer empfehlen, Kopf und Pfoten frei zu lassen, damit die natürliche Wärmeregulierung funktioniert. Man sollte nämlich wissen, dass Hunde nicht wie Menschen schwitzen. Sie regulieren die Temperatur übers Hecheln. Danach hat sich bereits das Modell disqualifiziert, das zusätzlich zum Tierleib auch noch die beiden Hinterbeine einhüllt. Im Modell „Kapitän Ahab“, wie ich es getauft habe, humpelt das arme Hundchen wie ein Prothesenträger durch den Schnee und kullert seinen Artgenossen beim ausgelassenen Flockenjagen ständig jaulend vor die Pfoten. Das ist nicht fair und sieht auch blöde aus.
Viele Anbieter gewähren ein Rückgaberecht. Sollte Waldi also nach zehn Minuten Gassi stark hechelnd über das Pflaster schnaufen, ist das Innenfutter doch nicht so atmungsaktiv wie gedacht, und man sendet die Reklamation einfach retour. Bei Meinungsverschiedenheiten über die Mantelfarbe zwischen Hund und Mensch würde ich mich allerdings nicht vom Beschwerdebellen meines rebellierenden Rackers zur Rückgabe überreden lassen. Wo kommen wir denn da hin? Schließlich gehe ich ja mit meinem Hund spazieren, und da muss sein Mantel schon mit meinem farblich harmonieren. Basta!




























