Die Schullandschaft Dorsten-Mitte soll neu ausgerichtet werden. Die CDU-Ratsfraktion unterstützt die Pläne der Schulverwaltung, die Antoniusschule und die Bonifatiusschule künftig nur noch zweizügig zu sanieren oder zu erweitern. Ziel sind bessere räumliche Bedingungen für Kinder und Schulen.
Die Schulverwaltung hat den Ausschuss für Schule und Weiterbildung darüber informiert, der Politik vorzuschlagen, die Antoniusschule und die Bonifatiusschule jeweils als zweizügige Grundschulen mit einer Raumreserve für einen halben Zug auszubauen. Ursprünglich war an beiden Standorten eine Dreizügigkeit vorgesehen. Nach Angaben der Verwaltung lassen sich moderne Raumkonzepte an den bestehenden Standorten jedoch nicht vollständig umsetzen.
Übergangsstandort nahe der von-Ketteler-Schule
Stattdessen soll nahe der von-Ketteler-Schule ein neuer Grundschul-Übergangsstandort entstehen. Das Gebäude ist zunächst als Ausweichquartier für die Bonifatiusschule vorgesehen, anschließend für die Antoniusschule. Ab den 2030er-Jahren soll der Standort dauerhaft als Grundschul-Teilstandort mit bis zu zwei Zügen genutzt werden.
CDU unterstützt den Kurswechsel
Die CDU-Ratsfraktion Dorsten begrüßt diesen Ansatz. Fraktionsvorsitzender Holger Krajewski erklärt wörtlich: „Wir begrüßen als CDU-Ratsfraktion Dorsten den Ansatz der Verwaltung. Er ermöglicht größere Schulhöfe, bessere Raumzuschnitte und kleinere Schulsysteme für die Kinder.“
Hintergrund seien unter anderem der gestiegene Raumbedarf pro Zug sowie der ab dem Schuljahr 2026/2027 aufwachsend geltende Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz.
Drei moderne Standorte statt beengter Lösungen
Nach Einschätzung der CDU entstehe durch die neue Planung ein deutlicher Mehrwert. Krajewski erläutert: „Statt zwei dreizügigen Grundschulen mit winzigen Schulhofflächen und mit beengten Raumverhältnissen für die neuen von den Schulen umzusetzenden pädagogischen Konzepte, erhalten wir nun drei moderne und großräumige zweizügige Grundschulstandorte.“
Zudem sei die Variante wirtschaftlicher und biete perspektivisch zusätzliche Raumkapazitäten für die von-Ketteler-Schule.
Schülerzahlen als Grundlage der Planung
Die CDU verweist auf die Entwicklung der Einschulungszahlen in Hervest und Holsterhausen. Während im Schuljahr 1997/1998 noch 387 Kinder eingeschult wurden, waren es 2012/2013 nur noch 192. Künftig rechnet die Stadt mit 250 bis 280 Einschulungen pro Jahr an fünf Grundschulen.
Unverändert bleiben die Zügigkeiten an der Augustaschule sowie an der Albert-Schweitzer-Schule in Hervest. Die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule soll noch in diesem Jahr beginnen, weitere Maßnahmen sind vorgesehen.




























