Am 7. Februar öffnete der Star Riders MC ab 18 Uhr die Türen seines Clubhouse zum Anglühen. Draußen Winter, drinnen Licht, Kabel und Gespräche, die schneller warm werden als jeder Heizkörper. Auf dem Programm standen zwei Bands aus Dorsten: Demon Drowner und Schall und Rausch. Ein Heimspielabend, getragen von dem Gefühl, dass lokale Musik dann am stärksten ist, wenn sie nicht groß behauptet, sondern einfach passiert.
Als erste Band des Abends legten Demon Drowner los und machten früh klar, in welche Richtung dieser Abend kippen würde: nach vorn. Anglühen quasi. Die Dorstener sind für eine kräftige Show bekannt und beschreiben ihren Stil selbst als Fusion Metal. Genau so wirkte es auch live: kompakt, schwer, direkt, mit dem Anspruch, nicht zu begleiten, sondern zu führen.

Demon Drowner sind seit 2023 aktiv und haben sich in kurzer Zeit durch mehrere Shows eine sichtbare Spur erspielt. Der nächste Schritt ist bereits terminiert: Am 27. Juni stehen sie am zweiten Tag des Haan Open Air Festival auf der Bühne und heizen dort unter anderem vor dem Tages Headliner John Diva ein. Schon der Vorabend lockt mit den legendären Tygers of Pan Tang. Die beiden Festivaltage, organisiert vom Rockin Rooster Club eV, sind damit nicht nur Ausblick, sondern Anschluss an eine Szene, die gerade spürbar wächst.

Schall und Rausch als Rock Wanderer durch die Gezeiten
Nach dem Anglühen übernahmen Schall und Rausch. Auch sie kommen aus Dorsten und sind dort keine Unbekannten, mit Auftritten etwa im Vinyl Cafe Dorsten oder beim Altstadt Rock Fest. Ihr Selbstbild tragen sie wie ein Motto vor sich her: Wanderer durch die Gezeiten des Rock.

Auf der Bühne übersetzen sie das in ein Setup, das keine Ausreden kennt. Drei Gitarren, Schlagzeug, Gesang. Was braucht man mehr. Der Sound lebt von der Dichte und von dem Moment, in dem sich Riffs ineinanderschieben, bis daraus diese Art von Sog entsteht, die kleine Bühnen plötzlich größer wirken lässt.

Dorsten, Clubhouse, zwei Bands: Das Anglühen
Das Anglühen im Clubhouse war damit mehr als ein Konzerttermin. Es war ein Treffenpunkt für Leute, die sich kennen, und für solche, die sich an Abenden wie diesem kennenlernen. Zwei Dorstener Bands, ein Gastgeber, der die Tür nicht nur aufschließt, sondern Atmosphäre schafft, und ein Publikum, das nicht konsumiert, sondern mitgeht.

Am Ende blieb das, was gute Live Nächte ausmacht: ein Raum, der kurzzeitig nur aus Musik besteht, und das Gefühl, dass Dorsten an diesem 7. Februar nicht nur zugeschaut hat, sondern selbst aufgedreht wurde.





























