Wenn man morgens die Augen aufschlägt und einem bei zuckenden Gliedmaßen automatisch und ohne eine Hirnwindung durchquert zu haben das muntere Stimmungslied „Wir haben oben gut gute Laune, unten gute Laune, vorne gute Laune, hinten gute Laune …“ über die Lippen hüpft, ja dann kann man mit Fug und Recht behaupten, dass man voll in der 5. Jahreszeit angekommen ist.
So ging es mir am Morgen nach der Karnevalsfeier der Hardter Frauen im Saal Schult. Die närrischen Ladies haben mal wieder nach allen Regeln der karnevalistischen Kunst ihre krachenden Raketen abgefeuert, dass die Bühne bebte wie das Zwerchfell des jecken Publikums: Da haderte ein Gärtner singenderweise über die Schneckenplage in seinem Salatbeet, da setzten drei begnadete Performerinnen zu einem Song-Potpourri eine Liebeswerbung zweier Männer um eine Frau pantomimisch perfekt in Szene, da wirbelten kleine Tanz-Raketen in Silber-Glitzer-Kostümen im Weltraum herum – und dann die herrliche Trude, die bei der Ausübung der neuen Trendsportart Hobby Horsing auf ihrem Steckenpferd einen glänzenden Galopp ablieferte, der jeden Spring- und Dressurreiter vor Neid hätte platzen lassen. Da war selbst ihre an der Bushaltestelle wartende Freundin Erika platt. Aber mit einem aus der Handtasche gezauberten Eierlikörchen wurden die Nerven schnell wieder beruhigt: Hoch die Pinnchen, Prostata!
Von diesem karnevalistischen Feuerwerk angefixt, kann ich jetzt am Wochenende bestens vorbereitet in das fröhliche Treiben der Narrenhochburg Düsseldorf eintauchen. Zwar ohne Steckenpferd am Zügel, aber mit dem aktivierten Ohrwurm im Gehörgang: „Wir haben rechts gute Laune, links gute Laune, gute Laune einfach überall …“




























