In der Debatte um die Zukunft der Hürfeld-Halde positioniert sich nun auch die SPD-Ratsfraktion deutlich. Sollte der Bürgerentscheid in Herten die Olympia-Pläne für die Halde Hoheward scheitern lassen, müsse Dorsten prüfen, ob die Hürfeld-Halde als Alternativstandort für die Mountainbike-Wettbewerbe in Betracht kommt. Gleichzeitig bekräftigt die SPD ihre Ablehnung einer Deponienutzung.
In einer aktuellen Pressemitteilung stellt die Fraktion klar, dass eine Olympia-Option maßgeblich von der Haltung von RAG, AGR und Regionalverband Ruhr (RVR) abhängt. „Ob eine Berücksichtigung als Alternativstandort … überhaupt möglich ist, hängt von den Plänen und der Bereitschaft zum Umdenken auf Seiten von RAG, AGR und RVR ab“, heißt es in der Stellungnahme.
SPD fordert Umdenken bei RAG
Die Sozialdemokraten sehen insbesondere die RAG in der Pflicht, sich zu den ursprünglichen Vereinbarungen zur Halde zu bekennen. Sollte an den Deponieplänen festgehalten werden, wäre dies aus Sicht der SPD nicht nur ein Rückschlag für die regionale Zusammenarbeit. Es sei vielmehr auch ein Signal gegen die Olympia-Bewerbung des Ruhrgebiets.
Die RAG müsse „Farbe bekennen“, ob sie sich nicht im Rahmen der ursprünglichen Vereinbarungen einer „guten sportlichen, auch dauerhaft möglichen Nutzung“ der Halde öffnet.
Finanzielle Risiken sollen genau geprüft werden
Gleichzeitig betont die SPD, dass eine mögliche Olympia-Beteiligung nur auf einer soliden Entscheidungsgrundlage erfolgen dürfe. Die Fraktion versichert, gemeinsam mit CDU und Grünen keinen Einstieg in ein Bewerbungsverfahren zu unterstützen, ohne zuvor alle finanziellen Folgen umfassend zu prüfen.
Der geplante Prüfauftrag an die Verwaltung soll daher unter anderem Kostenanteile für Herrichtung, Unterhaltung, begleitende Infrastruktur sowie die Durchführung eines Ratsbürgerentscheids untersuchen.
SPD-Fraktionsvorsitzender Dirk Groß verweist zudem auf Unsicherheiten bei der Finanzierung. Ob Förderprogramme wie die sogenannte „Sport-Milliarde“ tatsächlich einen Großteil der Kosten decken könnten, sei derzeit offen.
Parteienübergreifende Linie zeichnet sich ab
Mit der Stellungnahme der SPD verdichtet sich die parteiübergreifende Linie im Dorstener Rat. Während die Deponiepläne weiterhin auf breite Ablehnung stoßen, wächst die Bereitschaft, die Hürfeld-Halde zumindest als mögliche sportliche Entwicklungsoption zu prüfen. Dies unter der Voraussetzung klarer Zusagen der beteiligten Unternehmen und belastbarer Finanzierungsmodelle.
Zukunft der Halde bleibt offen
Ob Dorsten tatsächlich als Olympia-Alternativstandort in Betracht kommt, hängt weiterhin von mehreren Faktoren ab. So etwa dem Ausgang des Bürgerentscheids in Herten, der Position von RAG, AGR und RVR sowie den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.
Fest steht jedoch: Die Diskussion um die Hürfeld-Halde entwickelt sich zunehmend zu einer Grundsatzfrage über die künftige Nutzung ehemaliger Bergbauflächen im Ruhrgebiet. Hierbei prallen wirtschaftlichen Interessen, Umweltfragen und neue Perspektiven für Sport und Naherholung aufeinander.




























