Pendler im nördlichen Ruhrgebiet müssen sich erneut auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Für Freitag und Samstag, 27. und 28. Februar 2026, haben die Gewerkschaften im Zuge der laufenden Tarifverhandlungen Warnstreiks angekündigt. Betroffen ist erneut die Vestische Straßenbahnen GmbH.
Betrieb in Herten und Bottrop kommt zum Erliegen
Die Vestische stellt den Betrieb auf den Betriebshöfen in Herten und Bottrop für 48 Stunden vollständig ein. Dadurch kommt es zu erheblichen Fahrtausfällen in großen Teilen des Kreises Recklinghausen, in Bottrop sowie in Gelsenkirchen. Auch die KundenCenter bleiben an beiden Tagen geschlossen.
Zahlreiche Linien fallen komplett aus
Folgende Linien verkehren während des Streiks nicht:
X42, SB24, SB25, die E-Wagen 39 und 43 sowie die Linien 201, 202, 204, 212, 214, 219, 234, 256 (E-Wagen), 260, 261, 262, 264 und 294.
Vereinzelte Fahrten durch Subunternehmen
Da Subunternehmen im Auftrag der Vestischen unterwegs sind und einzelne Linien gemeinsam mit benachbarten Verkehrsunternehmen betrieben werden, kann es auf einigen Strecken zu vereinzelten Fahrten kommen.
ExpressBusse
X13
SchnellBusse
SB16, SB20, SB22, SB26, SB27, SB36, SB49 und SB91
Stadtbusse
200, 210, 211, 213, 215, 220 bis 227, 229 bis 233, 235 bis 239, 241, 243 bis 247, 249, 251 bis 255, 257, 258, 263, 266 bis 268, 272, 274, 276, 280, 281, 283, 284, 286 und 288
Diese Linien fahren voraussichtlich regulär
Im regulären Betrieb verkehren voraussichtlich die Linien S91, die E-Wagen 74 und 88 sowie die Linien 206, 207, 208, 209, 271, 273, 275, 278, 279, 285, 289, 296 und 298. Auch die NachtExpresse sowie Bedarfsverkehre wie AnrufSammelTaxis und TaxiBusse bleiben im Einsatz.
Eine Übersicht der voraussichtlich stattfindenden Fahrten und der eingesetzten Schulbusse am 27. Februar veröffentlicht die Vestische auf ihrer Internetseite.
Fahrplanauskunft zeigt Streikfahrten nicht an
Aufgrund des kurzfristigen Streikaufrufs und technischer Abläufe können die tatsächlichen Fahrten nicht in der elektronischen Fahrplanauskunft oder in der Vestische App abgebildet werden. Fahrgäste sollten daher mehr Zeit einplanen und alternative Verbindungen prüfen.
Zudem entfallen während des Streiks sowohl die Mobilitätsgarantie als auch das Pünktlichkeitsversprechen.
Tarifkonflikt weiterhin ungelöst
Der erneute Warnstreik ist Teil der festgefahrenen Tarifverhandlungen im Nahverkehr. Die Gewerkschaften wollen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, um Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen zu erreichen. Eine schnelle Einigung ist derzeit nicht in Sicht. Für Fahrgäste bedeutet das, dass auch in den kommenden Wochen weitere Einschränkungen möglich sind.




























