Mit steigenden Temperaturen und feuchter Witterung hat in Dorsten wieder die jährliche Wanderung von Fröschen, Kröten und Molchen begonnen. Vor allem in den Abendstunden machen sich die Tiere aus ihren Winterquartieren auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Zum Schutz der Amphibien und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden daher bis voraussichtlich Anfang April nächtliche Straßensperren eingerichtet.
Sperrungen in fünf Stadtteilen
In der Zeit von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens sind folgende Straßen für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt:
- Kaisersweg (Lembeck)
- Frankenstraße (Wulfen)
- Brauckweg (Hervest)
- Gälkenheide (Hervest)
- Im Schöning (Deuten)
Die Maßnahmen erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund NABU und der Stadt Dorsten.
Beitrag zum Schutz der Biodiversität
Jedes Jahr sterben zahlreiche Amphibien beim Versuch, Straßen zu überqueren. „Die Beachtung der Straßensperren ist ein wertvoller Beitrag, um die Gefährdung der biologischen Vielfalt abzumildern und die Tötung von Amphibien zu vermeiden“, erklärt Max Caesar vom Planungs- und Umweltamt der Stadt Dorsten.
Die Tiere spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie regulieren Insektenpopulationen und dienen gleichzeitig anderen Arten als Nahrung. Ihr Schutz gilt daher als bedeutender Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität.

Verstöße können teuer werden
Die Stadt weist darauf hin, dass das Befahren der gesperrten Straßen eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Wer die Sperrungen missachtet und dabei Amphibien überfährt, verstößt gegen das Tierschutzgesetz. In solchen Fällen drohen deutlich höhere Bußgelder, Punkte im Fahreignungsregister und – insbesondere bei geschützten Arten – strafrechtliche Konsequenzen nach dem Bundesnaturschutzgesetz.
Verkehrsteilnehmer sollten die Sperrungen beachten und nach Möglichkeit auf alternative Routen ausweichen. Bereits kleine Umwege können dazu beitragen, zahlreiche Amphibien vor dem Tod auf der Straße zu bewahren.




























