Mehr als 80 Gäste haben am Sonntag eine Veranstaltung im Bürgerbahnhof Dorsten besucht, bei der der Berliner Ökologe, Politikwissenschaftler und Klimaexperte Peter Jelinek über Klimapolitik und deren gesellschaftliche Debatte sprach. Eingeladen hatte das Bündnis „Wir in Dorsten gegen Rechts“.
Im Mittelpunkt des Vortrags standen die Positionen der AfD zur Klimapolitik sowie deren Einordnung aus wissenschaftlicher und politischer Perspektive. Jelinek hat nach eigenen Angaben am EU-Green-Deal mitgearbeitet und ist heute in Berlin politisch aktiv. Er stellte dar, dass es einen breiten wissenschaftlichen Konsens zum menschengemachten Klimawandel gebe. Er verwies dabei auf internationale Studien, nach denen ein sehr hoher Anteil der Wissenschaftler den Menschen als Hauptursache der Erderwärmung sieht. „Das ist keine Meinung, das ist Physik“, sagte Jelinek während seines Vortrags.
Darüber hinaus ging der Referent auf geopolitische Aspekte der Energie- und Klimapolitik ein. Er argumentierte, dass Fragen des Klimaschutzes eng mit wirtschaftlichen Abhängigkeiten und internationaler Politik verknüpft seien, etwa im Hinblick auf fossile Energien oder Technologien für erneuerbare Energien.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle von Medien und politischer Kommunikation. Jelinek beschrieb, wie politische Narrative rund um das Thema Klima verbreitet und in gesellschaftliche Debatten eingebracht werden. Dabei ging es auch um die Frage, wie unterschiedliche Akteure Einfluss auf öffentliche Diskurse nehmen.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zur Diskussion. Themen waren unter anderem mögliche Gegenstrategien, lokale Handlungsmöglichkeiten sowie die Rolle zivilgesellschaftlicher Initiativen in der Auseinandersetzung mit politischen Positionen zum Klimaschutz.




























