Das Bistum Münster bekommt einen neuen Bischof: Papst Leo XIV. hat am 26. März den bisherigen Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer zum Nachfolger von Felix Genn ernannt. Die Amtseinführung ist für Sonntag, 28. Juni, geplant.
Die Bekanntgabe erfolgte am Hochfest des heiligen Ludgerus, der als erster Bischof von Münster gilt. Mit Wilmer übernimmt künftig der 77. Bischof die Leitung des traditionsreichen Bistums.
Bischof bringt Erfahrung aus Kirche, Schule und Weltkirche mit
Wilmer kam 1961 im Emsland zur Welt und trat früh in den Orden der Herz-Jesu-Priester ein. Nach seiner Priesterweihe und Promotion war er viele Jahre im Schuldienst tätig, unter anderem als Lehrer und Schulleiter. Später übernahm er internationale Verantwortung in seinem Orden und wurde 2018 von Papst Franziskus zum Bischof von Hildesheim ernannt.
Auch innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz spielt Wilmer eine wichtige Rolle. Seit 2021 leitet er die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. Im Februar dieses Jahres wurde er zudem zu ihrem Vorsitzenden.
Bedeutung für Dorsten und die Region
Für Dorsten und den gesamten Kreis Recklinghausen hat die Personalentscheidung besondere Bedeutung. Das Bistum Münster gehört zu den größten Diözesen Deutschlands und prägt das kirchliche Leben in zahlreichen Gemeinden der Region.
Mit dem Wechsel an der Spitze verbinden sich daher auch vor Ort Erwartungen. Themen wie Gemeindestruktur, Nachwuchs in der Seelsorge und die Rolle der Kirche im gesellschaftlichen Leben dürften auch in Dorsten weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Mit Heiner Wilmer übernimmt nun ein Bischof das Amt, der sowohl pädagogische Erfahrung als auch internationale Perspektiven mitbringt – und damit neue Impulse für das Bistum setzen könnte.




























