Den ganzen Winter über mussten Bergbau-Fans auf die Dampffördermaschine verzichten. Aufgrund eines Defektes konnte die riesige Maschine drei Monate lang nicht in Betrieb genommen werden. Nach einer ausführlichen Fehlersuche wurde der Fehler gefunden und erfolgreich behoben. Am Sonntag wurde die Maschine wieder gestartet.
Reibräder mussten ausgetauscht werden
Bei der Fördermaschine handelte sich um einen Defekt bei den ganz unscheinbar aussehenden Reibrädern unter der Koepschale. Gabi Beer, zweite Vorsitzende vom Bergbauverein und Maschinistin, erläutert den Reparaturvorgang: „Unter der großen Koepe-Schale befinden sich vier Reibräder, welche sich gegen die Bremsbacke der Schale drücken. Diese waren defekt und mussten ausgetauscht werden. Die Reibräder sorgen erst dafür, dass sich das Rad bewegt.“
Die Auf- und Abwärtsfahrten funktionieren nach dem sogenannten „Koepeprinzip“. Das Tragseil wird über die große Koepe-Scheibe gespannt und dann zu den beiden Förderkörben geführt. Die Kraftübertragung von der Treibscheibe auf das Förderseil erfolgt dabei durch Reibung. Um das Gewicht der beiden Förderkörbe auszugleichen, wird unterhalb der beiden Seiten ein sogenanntes Unterseil angebracht.

Früher wurde die Dampffördermaschine, wie der Name vermuten lässt, noch mit Dampf angetrieben. Die ehemalige Energiezentrale auf dem Zechengelände versorgte die Maschine mit 13 Bar Dampf. Seit der Schließung bringen die Reibräder die Maschine zum bewegen.
Fördermaschine ab jetzt wie gewohnt im Betrieb
Die Reparaturen wurden aus eigener Tasche bezahlt. Die Maschinen AG konnte mit viel Fachwissen und tatenkräftiger Unterstützung die Fördermaschine in kurzer Zeit wieder auf Vordermann bringen. Viele Helfer arbeiteten ehrenamtlich an der Reparatur.
Um 14 Uhr wurde die Maschine zum ersten Mal wieder für die Dorstener Bürger angeschaltet. Ab jetzt kann man wie gewohnt jeden Sonntag die Dampffördermaschine in ihrer vollen Pracht erleben.




























