Der neue Wanderweg „Spuren des Bergbaus in Dorsten“ wurde am Sonntagmorgen zum ersten Mal mit einer großen Gruppe erkundet. Wanderführer Paul Schürmann zeigte an exemplarischen Stellen Dorstens vielfältige Bergbaugeschichte. Der Rundgang umfasste die Entwicklung drei verschiedener Stadtteile.
Wanderweg zeigt Dorstens Geschichte
Der Wanderweg zeigt exemplarisch die Entwicklung zwischen Hervest, der Feldmark und Holsterhausen und inwiefern der Bergbau die Stadtteile verändert hat. Der insgesamt 11,8 Kilometer lange Wanderweg wurde vom Bergbauverein und dem Gymnasium Petrinum im Rahmen des Schulfachs „Dein Dorsten“ erarbeitet. Die Schüler erarbeiteten unter anderem die richtungsweisenden Sticker, welche einem in regelmäßigen Abständen den weiteren Weg anzeigen.
Die Route startet am Fürst Leopold Gelände, direkt vor der Maschinenhalle. Von dort aus wandert man durch die ehemalige Zechensiedlung, über die Lippe nach Feldmark bis nach Holsterhausen. Besondere Highlights auf der Wanderstrecke sind zum Beispiel der interkulturelle Siedlungsgarten Fürst Leopold und das Naturschutzgebiet Lippe.

Von der Siedlung zur Lippe
Bei der ersten Führung machte Guide Paul Schürmann einen Stopp beim Brunnen im Herzen der Zechensiedlung. „Auf dem Stadtbrunnen sieht man Ziegen und Tauben, früher wichtige Gefährten von Bergleuten. Doch ein treuer Freund fehlt hier, das Kaninchen. Man konnte ihnen Überreste zu Essen geben und es wurde aus ihnen oft der Sonntagsbraten gemacht.“
Als die Wandergruppe die Lippedeiche erreichte, fragte eine Dorstenerin, warum der Bewuchs dort regelmäßig so kurz gehalten wird. Paul Schürmann, der sich selbst augenzwinkernd als „Herz des Wanderweges“ bezeichnet, erklärte den Hintergrund. Durch die konsequente Pflege der Deichflächen soll verhindert werden, dass sich dort schützenswerte Tier- und Pflanzenarten ansiedeln. Denn sobald bestimmte Arten heimisch werden, greifen naturschutzrechtliche Vorgaben. Das hätte zur Folge, dass Pflege, Nutzung und mögliche Veranstaltungen auf den Deichen deutlich eingeschränkt würden.

Was man vor der Wanderung wissen sollte
Interessierte Wanderer können vom Bürgerbahnhof aus mit den Buslinien 274 (Hervest Dorfstraße) und 208 bis zur Haltestelle „Am Harsewinkel“ fahren. Von da aus ist das Zechengelände in fünf Minuten zu Fuß zu erreichen. Für Autofahrer gilt die Empfehlung, am Gelände zu parken. Wanderer, die Sonntags den Weg bestaunen, sollten auf jeden Fall einen Abstecher in der Maschinenhalle machen.
Man kann den Weg zwar mit dem Fahrrad befahren, es empfiehlt sich aber, sich Zeit zu lassen und sich die entsprechenden Info-Tafeln durchzulesen. Nach der Wanderung kann man in einer der vielen einladenden Restaurants im CreativQuartier den Tag ausklingen lassen.







































