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Eichenprozessionsspinner-Raupen in Dorsten

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Die bereits aus den Vorjahren bekannten Eichenprozessionsspinner-Raupen (EPS) stehen in den kommenden Wochen erneut im Visier der Stadtverwaltung Dorsten: Unter der Regie von Mitarbeitern der Grünflächenabteilung des Tiefbauamtes werden Bäume und Büsche, die mit Eichenprozessionsspinnerraupen befallen sind, von Fachfirmen behandelt.

Privatleute, in deren Gärten sich Bäume befinden, die bereits im vergangenen Jahr von Eichenprozessionsspinner-Raupen befallen waren und nun fürchten, erneut die Raupenplage im eigenen Garten zu haben, können ebenfalls präventiv-Maßnahmen ergreifen und sollten dabei auf private Firmen (Kammerjäger) zurückgreifen.

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Bürgerinnen und Bürger, die auf öffentlichen Wegen und Plätzen Eichenprozessionsspinnerraupen feststellen, können diese telefonisch melden
im Ordnungsamt der Stadt Dorsten,

  • Berthold Künsgen, Tel. 02362 – 66 3760 in der Abt. Grünflächen der Stadt Dorsten,
  • Andreas Fuest, Tel. 02362 – 66 5470 in der Pressestelle im Bürgermeisterbüro,
  • Lisa Bauckhorn, Tel. 02362 – 66 3470 und außerhalb der Dienstzeiten, ab 17:00 Uhr und an Wochenenden unter Tel. 66 3280 bei der Feuerwehr Dorsten. Meldungen sind auch per E-Mail möglich unter [email protected]

Bekämpfung und Schutz Wurden in früheren Jahren noch Spritzmittel per Hubschrauber eingesetzt, ist heute das Absammeln der kokonartigen Nester durch Fachleute in Spezialkleidung, gelegentlich das Abflämmen und die Bodenbekämpfung mit Nematoden (Fadenwürmer) üblich.

Ursprünglich stammen die EPS aus wärmeren Teilen Europas, wurden dann aber auch bei uns heimisch. Eichenprozessionsspinnerraupen schlüpfen ab Ende Mai/ Anfang Juni und stellen bis etwa Mitte Juli eine Gefahr dar. Auch nach dem Schlüpfen der Motten (etwa im Juli) sind die Nester weiterhin aktiv, da sich darin die vielen Tausend Härchen befinden, die nur sehr langsam verrotten.

Die Motten fliegen nach dem Schlüpfen etwa 300 Meter weiter und lassen sich auf einem passenden Baum nieder, auf dem sie ihre Eier ablegen, die dann im darauffolgenden Jahr erneut aktive Raupen hervorbringen.

Diese Raupen stellen eine Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen dar.
Die feinen Flimmerhärchen der Raupen, die sich in weißen, an Eichenstämmen anhaftenden Kokons zu Kleinschmetterlingen entwickeln, können gesundheitsgefährdende Reaktionen verursachen.

Die feinen Haarpartikel fliegen Hunderte von Metern weit und verursachen allergische Probleme, die sich in Hautreizungen, die sich wie Schnittwunden über ungeschützte Körperstellen ziehen, bis hin zu Atemnot und Asthma.

Nicht alle Menschen reagieren auf den Kontakt, bei anderen führt die bloße Nähe eines Nestes zu Atemnot bis hin zu Asthmaanfällen, zu Hautreizungen mit starkem Juckreiz bis hin unerträglich juckendem großflächigem Ausschlag.

Kontakte zu Eichenprozessionsspinner-Raupen müssen daher immer ernst genommen werden, die feinen Härchen sind hochgiftig – wer damit in Berührung kommt, sollte sich sofort waschen und/oder mit Franzbrandwein abreiben. Bei Atemnot oder Asthma sollte ein Arzt aufgesucht werden mit Hinweis auf Kontakt zu den Raupen.

Weitere Information: Die Härchen der Raupe können beim Menschen zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Sie enthalten ein lösliches Eiweiß (Thaumetopein), eine Histamin ähnliche Substanz. Wenn sie in die Haut gelangt, kann sie zu juckenden Hauterscheinungen führen.

Es folgen sichtbare Hautreaktionen, nesselsuchtartige Quaddeln oder insektenstichartige Papeln. Auch flächenhafte schmerzhafte Hautrötungen sind möglich.

Das Ausmaß der Erscheinungen hängt ab von der aufgenommenen Menge des Eiweißstoffes, der Häufigkeit des Kontaktes und der individuellen Empfindlichkeit der betroffenen Person. Kommt es zu einem Kontakt der feinen Haare mit den Schleimhäuten von Augen oder oberen Luftwegen, kann es auch dort zu Reizerscheinungen kommen.

In den Gespinstnestern, in denen sich die Raupen tagsüber aufhalten, häuten und verpuppen, sind stets große Mengen der Härchen vorhanden. Sie können noch Jahre nach ihrer Bildung, also auch bei verlassenen Nestern, Reizungen auslösen.

Die Härchen können durch Luftzug und Wind bis zu 200m weit getragen werden.
Sollte man dennoch mit den Raupenhaaren in Kontakt kommen, empfiehlt es sich, die Kleidung zu wechseln, gründlich zu duschen und die Haare zu waschen.

Die Kleidung sollte günstiger Weise bei 60 Grad gewaschen werden. Bei Krankheitserscheinungen sollte ein Arzt aufgesucht und über den Kontakt mit den Raupenhaaren informiert werden.

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