Stadt Dorsten lässt sein Wegenetz in Außenbereichen kartieren. Die Daten sollen ab 2028 Grundlage für Unterhalt, Priorisierung von Sanierungen und mögliche Fördermittel sein.
In den kommenden Wochen sind in Dorsten besondere Fahrzeuge auf Wirtschaftswegen unterwegs. Die Stadt Dorsten lässt derzeit ein kommunales Wirtschaftswegekonzept erstellen. Dafür werden die Wege in den Außenbereichen erfasst, kartiert und bewertet.
Wirtschaftswege sind in einer Flächenstadt wie Dorsten ein wichtiger Teil des Verkehrsnetzes. Sie erschließen vor allem landwirtschaftliche Flächen, Höfe und Außenbereiche. Viele dieser Wege stehen unter regelmäßiger Nutzung, unterscheiden sich aber stark in Zustand, Ausbau und Bedeutung. Mit dem neuen Konzept will die Stadt eine bessere Grundlage für die künftige Unterhaltung schaffen.
Allradfahrzeuge mit Kameratechnik im Einsatz
Für die Durchführung verantwortlich ist die Ge-Komm GmbH, Gesellschaft für kommunale Infrastruktur, aus dem Osnabrücker Land. Das Unternehmen beginnt in den nächsten Tagen damit, die Dorstener Wirtschaftswege mit Spezialfahrzeugen zu befahren. Dabei werden der Zustand der Wege erfasst, die Strecken kartiert und einzelnen Kategorien zugeordnet.
Zum Einsatz kommen geländetaugliche Allradfahrzeuge. Sie sind notwendig, damit auch schwerer erreichbare Wegeabschnitte lückenlos befahren werden können. Die Fahrzeuge sind mit spezieller Kameratechnik sowie angepasster EDV-Hard- und Software ausgestattet. Diese können die relevanten Informationen direkt vor Ort dokumentieren.
Besatzungen können sich ausweisen
Die Stadt weist darauf hin, dass die Besatzungen der Fahrzeuge über die notwendige Berechtigung verfügen. Sie können sich entsprechend ausweisen. Für Bürger kann dies wichtig sein, da die Fahrzeuge in den kommenden Wochen auch auf Wirtschaftswegen und in Außenbereichen unterwegs sind, auf denen sonst nur wenig Verkehr herrscht.
Das Wirtschaftswegekonzept wird mit Fördermitteln finanziert und muss deshalb bis Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein. Die nun beginnende Datenerfassung ist ein zentraler Schritt dafür.
Grundlage für Unterhalt und Fördermittel
Die gesammelten Daten sollen nach Angaben der Stadt ab spätestens 2028 als Grundlage dienen, um Dorstens Wirtschaftswege systematisch zu unterhalten. Künftig sollen Instandsetzungen besser priorisiert werden können. Außerdem sollen die Informationen dabei helfen, Fördermittel für den Ausbau von Wegen zu beantragen.
Damit bekommt Dorsten erstmals eine umfassende Datengrundlage für ein Wegenetz, das im Alltag vieler Landwirte, Anwohner und Betriebe eine wichtige Rolle spielt.




























