Begrünte Dächer sehen nicht nur gut aus. Sie speichern Regenwasser, verbessern das Mikroklima und können Räume darunter spürbar kühler halten. Darauf machen Emschergenossenschaft, Lippeverband und die Zukunftsinitiative Klima.Werk aufmerksam. Das Förderprogramm „10.000 Grüne Dächer“ läuft weiter. Auch Eigentümer in Dorsten können Zuschüsse beantragen.
Mit dem Programm sollen private und gewerbliche Eigentümer dabei unterstützt werden, Dachflächen auf ihrem Grundstück zu bepflanzen. Gefördert werden zum Beispiel Garagen, Carports, Anbauten oder andere geeignete Dachflächen. Ziel ist es, Regenwasser vor Ort zu speichern und die Kanalisation zu entlasten.
Gründächer helfen bei Hitze und Starkregen
Ein Gründach ist ein kleiner Baustein der sogenannten Schwammstadt. Gemeint ist eine Stadt, die Regenwasser nicht möglichst schnell ableitet, sondern speichert, versickern lässt oder durch Verdunstung wieder an die Umgebung abgibt. Gerade bei Starkregen und Hitze kann das helfen.
Begrünte Dächer halten einen Teil des Regenwassers zurück. Dieses Wasser läuft dann nicht sofort in die Kanalisation. Gleichzeitig kann die Bepflanzung im Sommer zur Kühlung beitragen. Räume unter begrünten Dachflächen heizen sich oft weniger stark auf. Auch optisch sind Gründächer ein Gewinn und bieten Lebensraum für Insekten.
Bis zu 10.000 Euro Förderung möglich
Die Förderung aus dem Programm „10.000 Grüne Dächer“ richtet sich an private und gewerbliche Eigentümer. Förderberechtigte Antragsteller erhalten 50 Euro pro Quadratmeter Dachbegrünung. Gefördert werden maximal 200 Quadratmeter Fläche. Damit sind Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro möglich.
Wichtig ist die richtige Reihenfolge. Eigentümer müssen zunächst den Antrag stellen und die Förderzusage abwarten. Erst danach darf mit der Dachbegrünung begonnen werden. Ab der Förderzusage haben Eigentümer drei Jahre Zeit, die Maßnahme umzusetzen. Eine feste Antragsfrist gibt es nicht. Die Beantragung ist weiterhin jederzeit möglich.
Diese Voraussetzungen gelten
Gefördert werden Dachflächen, die im Fördergebiet liegen. Dazu gehören alle kanalisierten Flächen, von denen Misch- oder Regenwasser in Richtung einer Anlage von Emschergenossenschaft oder Lippeverband fließt. Eigentümer können online prüfen, ob ihre Adresse im Fördergebiet liegt.
Außerdem muss die zu begrünende Dachfläche an die Kanalisation angeschlossen sein. Ziel des Programms ist es, Regenwasser nicht unnötig abzuleiten, sondern vor Ort zu speichern und verdunsten zu lassen. Die Förderung ist sowohl im Mischsystem als auch im Trennsystem möglich.
Die Dachbegrünung darf nicht bereits verpflichtend vorgeschrieben sein, etwa durch einen Bebauungsplan oder eine Satzung. Auch mit der Maßnahme darf vor der Förderzusage noch nicht begonnen worden sein.
Damit das Dach ausreichend Regenwasser speichern kann, muss die Begrünung bestimmte technische Anforderungen erfüllen. Vorgesehen ist ein Mindestaufbau von zehn Zentimetern. Alternativ muss eine Wasserspeicherkapazität von mindestens 25 Litern pro Quadratmeter nachgewiesen werden.
Antragstellung läuft online
Alle Informationen zur Förderung, zu den Voraussetzungen und zur Antragstellung gibt es online unter www.klima-werk.de/gruendachfoerderung. Über diese Seite ist auch das digitale Förderportal erreichbar.
Die Zukunftsinitiative Klima.Werk ist ein gemeinsames Projekt von Emschergenossenschaft, Lippeverband und den Städten der Emscher-Lippe-Region. Ziel ist eine wasserbewusste Stadt- und Raumentwicklung. Dadurch sollen die Folgen des Klimawandels abgemildert und die Lebensqualität in den Quartieren verbessert werden.




























