Die Dorstener Bierbörse bekommt 2026 eine neue Kulisse. Vom 14. bis 16. August wird das Zechengelände Fürst Leopold zum großen Treffpunkt für Bierfreunde, Musikfans und Genießer. Rund 600 Biersorten aus aller Welt stehen zur Auswahl.
Die Dorstener Bierbörse zieht um. Nach vielen Jahren in der Innenstadt findet die Veranstaltung 2026 erstmals auf dem Zechengelände Fürst Leopold statt. Von Freitag, 14. August, bis Sonntag, 16. August, verwandelt sich das Areal in Hervest täglich von 15 bis 23 Uhr in einen großen Biergarten mit internationaler Auswahl, Musikprogramm und kulinarischen Angeboten.
Es ist bereits die 15. Dorstener Bierbörse. Vor 17 Jahren begann die Veranstaltung, zwei Ausgaben fielen wegen der Corona-Pandemie aus. Neu ist in diesem Jahr nicht die Bierbörse selbst, sondern ihr Standort. Der Wechsel auf das Zechengelände hat vor allem organisatorische Gründe. In der Innenstadt waren durch neue bauliche Vorgaben, unter anderem bei Aufstellflächen für die Feuerwehr, die Spielräume enger geworden. Auf Fürst Leopold ist mehr Platz.
Veranstalterin Heike Hein und ihr Mitarbeiter Yunas Kaynak erhielten bei der Planung willkommene Unterstützung von Hans Schuster von Nightaffairs Events & more. Das Unternehmen hat sein Büro ebenfalls auf dem Leopold-Gelände und kennt die Abläufe vor Ort.
18 Bierstände, Wein, Cocktails und Imbiss
Insgesamt sind 18 Bierstände, ein Weinstand, ein Cocktailstand und neun Imbissstände geplant. Das Angebot umfasst rund 600 verschiedene Biersorten aus aller Welt. Neu dabei ist unter anderem Bier aus Litauen von der traditionsreichen Brauerei Rinkuškiai. Außerdem kommen Biere aus Sprockhövel nach Dorsten. Auch Astra gehört in diesem Jahr zum Angebot. Natürlich sind auch alkoholfreie Biere und Erfrischungsgetränke wieder zu haben.
Zum ersten Mal gibt es bei der Dorstener Bierbörse zudem einen Weinstand. Organisiert wird er von Nightaffairs Events & more. Der polnische Imbiss ist zum zweiten Mal dabei. Im vergangenen Jahr war dieses Angebot bei den Besuchern gut angekommen.
Die Bierpreise bleiben nach Angaben von Veranstalterin Heike Hein auf dem Niveau des Vorjahres. Ausgeschenkt wird weiterhin in Gläsern. Das soll nicht nur dem Geschmack dienen, sondern auch zur Atmosphäre passen. Beim Geschirr setzen die Veranstalter außerdem auf Mehrweg, um Müll zu vermeiden.
Fassanstich am Freitag mit Bürgermeister und Volksbank
Offiziell eröffnet wird die Bierbörse am Freitag, 14. August, um 15 Uhr mit dem Fassanstich. Geplant ist der traditionelle Auftakt mit Bürgermeister Tobias Stockhoff und einem Vertreter des Vorstandes der Vereinten Volksbank. Im vergangenen Jahr war Ingo Hinzmann für die Volksbank beim Fassanstich dabei. Die Vereinte Volksbank ist auch 2026 wieder Hauptsponsor der Veranstaltung.

Schon 2025 hatte Bürgermeister Stockhoff betont, dass es bei der Bierbörse nicht allein um das Bier gehe, sondern vor allem um das Zusammenkommen. Dieser Gedanke soll auch auf Fürst Leopold fortgeführt werden. Das Zechengelände bietet dafür eine besondere Kulisse zwischen Industriekultur, Gastronomie und Musik.
Musik am Kesselhaus und Party in der Galerie
Die Bühne steht am Kesselhaus. Am Freitag treten darauf vier Bands auf, am Samstag sind fünf Bands geplant. Der Sonntag gehört den Nachwuchsmusikern. Damit soll die Bierbörse auch jungen Talenten eine Bühne bieten.
Nach dem offiziellen Programm geht es am Freitag noch weiter. In der Galerie der Traumfänger ist eine Anschlussparty mit Peter Suttrop geplant. Auch die Gastronomie auf dem Zechengelände hat während der Bierbörse regulär geöffnet.

Bierbrot von Imping und neues Kapitel für TiBi
Auch lokale Partner bringen sich in die Bierbörse ein. Die Bäckerei Imping stellt erstmals ein passendes Bierbrot vor. Der Verkauf soll bereits vier Wochen vor der Veranstaltung beginnen und bis zur Bierbörse laufen. „Wenn es gut ankommt, vielleicht auch danach noch“, sagt Julia Imping. Für den Teig wird echtes Bier verwendet, um den Geschmack zu erzeugen.
„Bei der Form sind wir noch in der Abstimmung“, erzählen Julia und Christoph Imping. Damit bekommt die Bierbörse schon vor dem eigentlichen Veranstaltungswochenende einen kulinarischen Vorboten.

Auch bei der Dorstener Nachwuchsbrauerei TiBi gibt es Neuigkeiten. Heinz-Bernd Töns vom Vinylcafé ist in die TiBi-Brauerei eingestiegen, nachdem einer der beiden Gründer, Corvin Biesterfeldt, wegen seines Studiums ausgestiegen ist. Johann Tietz macht hingegen weiter. Da er im Vinylcafé arbeitet, entstand der Kontakt zu Töns. Für die Bierbörse werden rund 1500 Liter gebraut. Ein Teil davon wird auch für das Bierbrot verwendet.
Rund um das Vinylcafé und gegenüber des Tisa-Archives soll eine gemütliche Atmosphäre entstehen. Dazu werden der Innenhof und die Fläche vor dem Vinylcafé einbezogen.
Bergbauverein öffnet Maschinenhalle
Das Zechengelände bringt weitere Angebote mit sich. Der Bergbauverein öffnet während der Bierbörse die Maschinenhalle. Besucher können den historischen Ort besichtigen und damit den Besuch der Bierbörse mit einem Blick in die Dorstener Bergbaugeschichte verbinden.
Zusätzlich findet am Wochenende in der Kaue eine Modellbaubörse statt. Damit wird Fürst Leopold an den drei Tagen nicht nur zum Treffpunkt für Bierfreunde, sondern auch für Besucher, die das Gelände, die Geschichte und weitere Angebote erleben möchten.
Shuttlebusse und Fahrradparkplätze
Für die Anreise sind Shuttlebusse vorgesehen. Sie verkehren vom CreativQuartier zum Bahnhof Dorsten von 17 Uhr bis etwa 1 Uhr nach Bedarf. Außerdem werden Fahrradparkplätze ausgewiesen.
Die Veranstalter hoffen, dass viele Besucher das neue Gelände annehmen. Die Premiere auf Fürst Leopold soll zeigen, dass die Bierbörse auch außerhalb der Innenstadt ihren Charakter behalten kann: als Treffpunkt, Probiermeile und Sommerveranstaltung mit viel Dorstener Atmosphäre.




























