Die aktuelle Hitzewelle sorgt im Atlantis Dorsten für volle Becken, lange Warteschlangen und eine spürbar angespanntere Stimmung. Bei Temperaturen deutlich über 30 Grad suchen viele Menschen Abkühlung im Freizeitbad. Gleichzeitig merkt das Team vor Ort, dass die Geduld mancher Gäste schneller nachlässt als an normalen Sommertagen.
Atlantis-Geschäftsführer Frank Schellhaus berichtet, dass es am Vortag in der Warteschlange zu Reibereien gekommen sei. Geschubst worden sei nicht, aber die Situation sei teilweise kurz davor gewesen. Einige Gäste seien laut geworden. „Es ist ein deutlicher Unterschied zu 25 Grad“, sagt Schellhaus. „Die Leute sind bei dieser Hitze einfach viel gereizter.“
Security ist bei besonderem Andrang nicht unüblich
Am gestrigen Freitag habe das Atlantis deshalb spontan ab etwa 15 Uhr auf einen externen Sicherheitsdienst zurückgegriffen. Am Samstag werde der Einsatz sogar noch aufgestockt, kündigte Schellhaus an.

Unüblich ist das nicht. Auch zu besonderen Zeiten mit erhöhtem Besucherandrang, etwa an Pfingsten, zu Beginn der Sommerferien oder an sehr heißen Tagen, setzt das Atlantis bei Bedarf auf zusätzliche Unterstützung. Hauptziel sei es, dass sich alle Gäste sicher fühlen können: Familien, Kinder, Jugendliche, ältere Besucher und alle, die einfach einen entspannten Badetag verbringen möchten.
„Wir fahren eine Null-Toleranz-Politik und verweisen Gäste des Bades, die sich nicht an die Haus- und Badeordnung halten möchten oder gar andere Gäste belästigen“, stellt Schellhaus klar. Bei Bedarf würden auch Hausverbote ausgesprochen.
Hausrecht durchsetzen, Check-in entlasten
Der Sicherheitsdienst hilft dem Bad vor allem dabei, das Hausrecht durchzusetzen und den reibungslosen Ablauf beim Check-in und Check-out zu gewährleisten. Dazu gehört auch, dass sich niemand vordrängelt oder versucht, ohne zu bezahlen das Bad zu verlassen.
Gerade bei langen Warteschlangen und hoher Belastung sei eine sichtbare Präsenz wichtig. Die Security soll nicht einschüchtern, sondern deeskalierend wirken, Ordnung schaffen und Situationen gar nicht erst kippen lassen.
Für das Atlantis-Team bedeutet die Unterstützung eine wichtige Entlastung. „So wird unser Personal unterstützt, damit die Wasserflächen beaufsichtigt werden können“, erklärt Schellhaus. Denn besonders an vollen Tagen müssen die Mitarbeiter im Bad selbst den Überblick behalten.
Sicherheit im Wasser hat Vorrang
Bei heißem Wetter werden im Atlantis Dorsten in der Regel bis zu 1700 Besucher eingelassen. Die genaue Zahl entscheidet der jeweilige Schichtführer vor Ort. Entscheidend ist dabei nicht allein die rechnerische Kapazität, sondern die Sicherheit im gesamten Bad.
Im vollen Bad müsse darauf geachtet werden, dass niemand andere gefährdet, dass nicht zu wild getobt wird und dass es an Beckenrändern, Rutschen oder Sprungbereichen nicht zu riskanten Situationen kommt. Wer sich nicht benimmt, muss das Bad verlassen.
Das Ziel sei klar: Alle Gäste sollen sich sicher fühlen können. Gerade Familien mit Kindern und ältere Besucher sollen ihren Aufenthalt genießen können, ohne sich durch rücksichtsloses Verhalten anderer bedrängt zu fühlen.

Kostenloses Wasser für wartende Gäste
Um die Wartezeit bei der Hitze angenehmer zu machen, hat das Atlantis Dorsten außerdem eine kleine Kooperation mit der Stiftsquelle gestartet. Wartende Gäste erhalten kostenloses Wasser, während sie vor dem Eingang auf den Einlass warten.
Das ist bei den aktuellen Temperaturen mehr als eine freundliche Geste. Viele Besucher kommen bereits erhitzt am Bad an, stehen dann noch in der Sonne und müssen Geduld mitbringen. Wasser soll helfen, die Situation zu entspannen und gesundheitliche Belastungen zu vermeiden.
Über 1000 Wassereis für die Mitarbeiter
Auch für die Mitarbeiter ist die Hitzewelle eine besondere Herausforderung. Sie arbeiten an stark frequentierten Tagen unter hohem Druck, müssen freundlich bleiben, Abläufe koordinieren, Gäste beruhigen und gleichzeitig die Sicherheit im Blick behalten.
Für das Team wurden deshalb mehr als 1000 Wassereis bestellt. Zudem habe Schellhaus die klare Order ausgegeben, dass alle auf sich achten sollen. Bei diesen Temperaturen sei es besonders wichtig, genug zu trinken, Pausen zu nutzen und Warnzeichen ernst zu nehmen.
Sauna läuft trotz Sommerhitze weiter
Überraschend gut läuft nach Angaben von Schellhaus auch der Saunabereich. Was auf den ersten Blick kurios klingt, hat für manche Gäste offenbar seinen eigenen Reiz. „Wer aus einer 80-Grad-Sauna kommt, empfindet 35 oder 36 Grad Außentemperatur plötzlich als angenehm“, erklärt Frank Schellhaus.
Auch die FKK-Liegewiese im Sauna-Außenbereich werde derzeit gut genutzt. Während viele Besucher vor allem Abkühlung im Wasser suchen, genießen Saunagäste die Hitze offenbar auf ihre eigene Weise.

Atlantis Dorsten bleibt bei Hitze ein Magnet
Das Atlantis Dorsten hatte erst im März nach umfangreichen Arbeiten wiedereröffnet. Rund 1,5 Millionen Euro wurden investiert, unter anderem in zwei neue Großrutschen. Schon in den ersten Wochen nach der Wiedereröffnung konnte das Bad deutlich steigende Besucherzahlen verzeichnen.
Die aktuelle Hitzewelle zeigt nun, wie wichtig ein funktionierendes Sicherheits- und Besuchermanagement ist. Wenn sehr viele Menschen gleichzeitig Abkühlung suchen, braucht es klare Abläufe, ausreichend Personal und konsequentes Handeln.
Für die kommenden heißen Tage bleibt das Atlantis Dorsten damit ein gefragtes Ziel. Wer das Bad besuchen möchte, sollte sich auf Wartezeiten einstellen, ausreichend trinken und Geduld mitbringen. Und für alle gilt: Wer sich nicht an die Regeln hält oder andere Gäste belästigt, muss gehen.




























