Am Sonntag begann pünktlich um 17 Uhr ein besonderes Liedermacher Konzert in der Gnadenkirche Wulfen. Der Abend stand ganz im Zeichen des guten Zwecks: Sämtliche Musikerinnen und Musiker verzichteten auf ihre Gagen. Die Einnahmen des Konzerts kommen dem Erhalt der Gnadenkirche zugute.
Auf der Bühne standen Norbert Gerbig & Friends sowie sein Bruder Wolfgang Gerbig, der unter seinem Künstlernamen WOGER bekannt ist. Gemeinsam sorgten sie für einen abwechslungsreichen, nachdenklichen und zugleich ausgesprochen unterhaltsamen Konzertabend.
Bekannte Lieder in neuen Klangfarben
Den ersten Teil des Abends gestalteten Norbert Gerbig & Friends. Zur Gruppe gehörten Julia Köster am Gesang, Rüdiger Hoffmann an Gitarre und Gesang, Ute Breuker-Gerbig an der Querflöte, Walter Weck an Cajon und Mundharmonika, Ben Libor an der Geige, Adriana Droeger am Cello sowie Norbert Gerbig an Gitarre und Gesang.

Das Ensemble präsentierte ein buntes Programm mit Coverversionen aus unterschiedlichen musikalischen Welten. Die Auswahl reichte von Max Raabe über Rosenstolz bis zu Marc Uwe Kling. Durch die vielseitige Besetzung erhielten die bekannten Stücke einen eigenen Charakter. Geige, Cello, Querflöte und Mundharmonika verliehen den Liedern immer wieder neue Klangfarben.

WOGER verbindet Humor mit Haltung
Nach der Pause gehörte die Bühne WOGER. Der 1959 in Gladbeck geborene Liedermacher lebt heute im südbadischen Markgräflerland. Bereits im Alter von 14 Jahren brachte er sich selbst das Gitarrenspiel bei. Ein Jahr später begann er, eigene Lieder zu schreiben.
Musikalisch steht WOGER in der Tradition von Liedermachern wie Hannes Wader, Reinhard Mey und Werner Lämmerhirt. Seine Texte beschäftigen sich mit politischen, sozialen und ökologischen Themen. Im Mittelpunkt stehen dabei häufig gesellschaftliche Missstände, menschliche Ungerechtigkeit und die Frage, wie Menschen miteinander umgehen.

In der Gnadenkirche spielte WOGER ausschließlich eigene Kompositionen. Seine Lieder überzeugten durch Wortwitz, genaue Beobachtungen und klare Botschaften. Auch ernste Themen präsentierte er auf eine Weise, die zum Nachdenken anregte, ohne dabei belehrend zu wirken.
Fast ein Heimspiel für den gebürtigen Gladbecker Liedermacher
Für WOGER war der Auftritt in Dorsten beinahe ein Heimspiel. Als gebürtiger Gladbecker ist ihm die Region weiterhin eng verbunden. Bereits vor einigen Jahren war er in Dorsten zu Gast und spielte damals im Vinylcafé.

Das Publikum in der Gnadenkirche erlebte einen gelungenen Abend, der musikalische Qualität mit Humor und gesellschaftlicher Haltung verband. Zugleich leisteten alle Beteiligten mit ihrem Auftritt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des besonderen Kirchengebäudes.





























