Rhade. Vier Kinder zündeln mit Feuer in einer Scheune. Schnell verlieren sie die Kontrolle. Qualm zieht auf. Proben für den Ernstfall – Feuerwehr Rhade und Löschzug Erle
Die Mädchen und Jungen sind noch im Schuppen und werden vermisst. Die Feuerwehr wird gerufen – und acht Löschfahrzeuge rücken aus.

Der Einsatzort: Hof Hessling in Erle. Jetzt muss alles ganz schnell gehen: Die Feuerwehr rückt an. Mit großen Schläuchen eilen sie herbei, in diese wird Wasser gepumpt.
Sie setzen sich Atemschutzmasken auf. Und betreten vorsichtig den alten Schuppen, um die Kinder sicher und gesund herauszuholen.
Kinder vermisst
Die Eltern sind bereits über den Vorfall informiert. Noch werden die Kinder vermisst. Unter Schock fährt die Mutter hinter dem Stall mit ihrem blauen Auto unter einen großen Silo-Anhänger.
Die Scheibe wird zertrümmert. Glas zersplittert. Die Frau ist eingeklemmt. Sie steckt fest, ist vermutlich durch die Glassplitter verletzt und kann sich nicht befreien. Über Funk werden die Einsatzkräfte informiert.
Lage einschätzen
Einige eilen hinter den Stall. Schnell müssen sie agieren und die Lage einschätzen. Sie können durch eine Seitentür und den Kofferraum zu ihr gelangen. Unter Schweiß retten die Feuerwehrmänner die Mutter, bringen sie auf einer Trage aus dem Auto, leisten Erste Hilfe und versorgen sie.

Kinder sind Wohlauf
Dieses Szenario wird glücklicherweise nur durchgespielt. Es handelt sich um eine großangelegte Alarmübung. In dem Auto liegt eine Puppe. Alle vier Kinder sind Wohlauf. Mit großen Augen beobachten sie den Trubel auf dem Hof. Auch die Mutter hat keinen Kratzer abbekommen. Ihr geht es gut – die Erinnerungen der Großübung hält sie in Fotos fest.

Kühe schauten zu
Einige Kühe schauen zu und kauen recht unbeeindruckt von dem Spektakel auf ihrem Stroh herum. Die freiwillige Feuerwehr der Löschzüge Dorsten-Rhade und Raesfeld-Erle ist das Szenario am vergangenen Samstag Schritt für Schritt durchgegangen. Eine Probe für den Ernstfall. Denn dann muss jeder Griff sitzen.

„Die große Herausforderung, liegt darin, dass sich alle reibungslos via Funk absprechen“, sagte Svenka Mechlinski. Gemeinsam mit Laurenz Risthaus und Jörg Wachtmeister hat sie die Großübung der zwei Kreise organisiert.

35 Einsatzkräfte derFeuerwehr Rhade-Erle
Im Ernstfall müssen diese nämlich schon mal gemeinsam ausrücken. Richtige und schnelle Absprachen sind da entscheidend. Rund 35 Einsatzkräfte waren an der Übung beteiligt. Um die Bedingungen so real wie möglich zu gestalten, erfuhren die Teilnehmer die Einzelheiten erst vor Ort. Nach etwa zwei Stunden hatten die Feuerwehrleute alles abgesichert und konnten wieder abrücken.
Fotos: André Elschenbroich




























