Nach dem islamistischen Terroranschlag im Umfeld des Christopher Street Days in Berlin setzt auch die Stadt Dorsten ein Zeichen der Trauer und Solidarität. Vor dem Rathaus wehen die Bundesflagge und die Flagge der Stadt Dorsten auf halbmast. Bürgermeister Tobias Stockhoff zeigt sich tief erschüttert.
Mit der Trauerbeflaggung erinnert die Stadt an die Opfer des Anschlags und bringt ihre Verbundenheit mit den Verletzten, Angehörigen und allen Betroffenen zum Ausdruck.
Bei dem Anschlag am Samstagabend, 25. Juli, war im Bereich des Berliner Tiergartens ein Fahrzeug in Menschen gefahren. Zudem wurden Menschen mit Stichwaffen verletzt. Eine Frau kam ums Leben. Nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wurden insgesamt 29 Menschen teils schwer verletzt. Die Behörden gehen von einem islamistischen Terroranschlag aus. Der 21 Jahre alte Tatverdächtige wurde am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz erschossen.
Stockhoff: „Dieser Anschlag erschüttert mich zutiefst“
Auch in Dorsten ist die Anteilnahme groß. Bürgermeister Tobias Stockhoff erklärte:
„Der islamistische Terroranschlag in Berlin erschüttert mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei der getöteten Frau, den Verletzten, ihren Angehörigen und allen, die diese schreckliche Tat miterleben mussten.“
Der Anschlag richte sich gegen Menschen, die friedlich zusammengekommen seien, und zugleich gegen die Werte einer freien, demokratischen und liberalen Gesellschaft, so Stockhoff weiter.
„Terror, Hass und Menschenverachtung dürfen niemals unser Zusammenleben bestimmen. Mein Dank gilt den Einsatzkräften, die schnell und entschlossen gehandelt haben. Dorsten steht in diesen schweren Stunden an der Seite der Opfer, ihrer Familien und aller Betroffenen.“
Bereits mehrfach Trauerbeflaggung in Dorsten
Mit den Flaggen auf halbmast greift die Stadt auf ein Zeichen zurück, mit dem Dorsten auch in der Vergangenheit nach schweren Gewalttaten, Katastrophen und dem Tod von Einsatzkräften seine Anteilnahme ausgedrückt hat.
Erst vor wenigen Wochen, Ende Juni, wehten die Flaggen vor dem Rathaus nach der Gewalttat in einer Mutter-Kind-Einrichtung im niedersächsischen Stade auf halbmast. Dort waren vier Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter getötet worden.
Im Juni 2024 ordnete Stockhoff ebenfalls Trauerbeflaggung an. Anlass waren damals der Tod eines 29 Jahre alten Polizisten, der nach dem Messerangriff in Mannheim seinen Verletzungen erlag, sowie der Tod eines Feuerwehrmannes während eines Hochwassereinsatzes in Bayern.
Auch im Juni 2023 standen die Fahnen in Dorsten auf halbmast, nachdem zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin bei einem Brandeinsatz ums Leben gekommen waren.
Eine direkte Parallele zu einem Terroranschlag gab es bereits 2017. Nach dem Anschlag auf ein Konzert in Manchester ließ Dorsten vor dem Rathaus den britischen Union Jack und die Bundesflagge auf halbmast setzen. Damals hatte Stockhoff betont, die Tat richte sich gegen alle Menschen und Länder, die für Frieden, Freiheit und Demokratie einstehen.
Zeichen gegen Terror und Gewalt
Auch mit der aktuellen Trauerbeflaggung verbindet die Stadt ihre Anteilnahme mit einer politischen und gesellschaftlichen Botschaft. Dorsten stehe für Demokratie, Freiheit, Menschlichkeit und ein friedliches Miteinander.
Terror und Gewalt, so die Stadt, dürften die Gesellschaft nicht spalten.




























