Zwei Fälle von Tularämie in Waltrop
Krankheit ist über direkten Kontakt mit toten Nagern übertragbar
Zwei Feldhasen in der Ickerschen Heide in Waltrop sind an Tularämie gestorben. Das teilte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL) dem Kreis Recklinghausen am vergangenen Freitag mit.
Die durch das Bakterium Francisella tularensis ausgelöste Krankheit ist in seltenen Fällen über direkten Kontakt auch auf den Menschen übertragbar, kann aber mit Antibiotika gut behandelt werden.
Anzeigepflichtige Seuche
Bei Tularämie, umgangssprachlich auch Hasenpest genannt, handelt es sich um keine anzeigepflichtige Seuche. Der Erreger befällt vor allem Nagetiere wie Feldhasen, Kaninchen und Mäuse in freier Wildbahn. Der letzte Fall im Kreis Recklinghausen trat vor neun Jahren auf, in den Nachbarkreisen gab es in den letzten Jahren einige wenige Fälle. Menschen infizieren sich selten: In NRW waren im Jahr 2017 sechs Fälle, im Jahr 2016 nur ein Fall bekannt.
Handlungsempfehlungen
Wer tote Kaninchen oder Hasen entdeckt, sollte diese nicht anfassen und dem Veterinäramt des Kreises Recklinghausen melden: Telefonisch unter 02361 / 53-2125 oder per E-Mail an [email protected].
Der Erreger kann auch durch direkten Kontakt auf andere Tiere übertragen werden.
Hundehalter
Hundehalter sollten ihre Tiere deshalb nicht frei laufen lassen, Katzenhalter gefangene Mäuse mit Blick auf besondere Hygiene entsorgen. Wer dennoch Kontakt mit einem potenziell kranken Tier hatte und grippeähnliche Symptome feststellt, sollte seinem Arzt davon berichten.
Ist die Diagnose Tularämie bestätigt, kann die Krankheit mit bestimmten Antibiotika behandelt werden.




























