StartLokalesDorstenBürgermeisters Lösung gegen quietschenden Sattel

Bürgermeisters Lösung gegen quietschenden Sattel

Veröffentlicht am

Tag 3: Donnerstag, 1. August 2019 – Ohorn nach Görlitz

Dorsten/Rybnik (pd) Bei der Bürgermeister-Radtour in die Partnerstadt Rybnik geht´s in den dritten Tag. Die Strecke von Ohorn nach Görlitz beträgt 91 km.

Vom Forsthaus Luchsenburg ging es zunächst für die Dorstener durch den Wald über wundervolle Schotterwege – bekannt auch als Marita-Kipinski-Traumstrecken. Plötzlich stellte sich der Gruppe ein Hindernis in Rot-Weiß entgegen.

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Damen benutzen Verstand

Die Problemlösungen waren dabei geschlechterspezifisch. Während die Herren ihre nicht vorhandenen Muskeln spielen ließen und unter Ächzen und Stöhnen die Räder über den Schlagbaum hievten, bedienten sich die Damen ihres Verstandes und umfuhren die Barriere.

Zweisprachige Ortsschilder
Foto: Stadt Dorsten

In der landschaftlich wunderschönen Oberlausitz traf man auf zweisprachige Ortsschilder – deutsch und sorbisch. Marita, als pensionierte Fremdsprachenlehrerin, versuchte sich mit Unterstützung von Muttersprachler Adam Juzek an der slawischen Sprache – vergeblich und nicht ohne Mehrfachknoten in der Zunge.

Bürgmeister Stockhoff on Tour

Technische Hilfe kommt vom Bulli

Sebastian Herpers, der heute erstmalig aufs Rad stieg, ging nach den ersten 20 km gleich die Luft aus. Das lag allerdings nicht am fehlenden E-Antrieb bzw. an mangelnder Kondition, sondern an einem Platten am Hinterrad.

Das kann doch einen Radler nicht erschüttern.
Foto: Stadt Dorsten

Wenn Sebastian etwas macht, macht er es gründlich: Der Ersatzschlauch war auch defekt. Wie gut, dass Franz-Josef Gövert, der Bullifahrer des dritten Tages, mit der Gruppe vernetzt war und technische Hilfe leisten konnte.

Bürgmeister Stockhoff on Tour

Olivenöl gegen Quietschen

Nicht erfolgreich war er allerdings beim furchtbar quietschenden Sattel von Maritas Fahrrad. Aber hier hatte der Bürgermeister eine Lösung parat: „Heute Abend schütten wir dir einfach etwas Olivenöl inne Buchse.“ Marita erwiderte: „Aber nur kaltgepresst und Extra Vergine.“

Der Weg führte durch kleine Dörfer.
Foto: Stadt Dorsten

Weiter ging es durch kleine Dörfer nach Zschorna zur berühmten Ernst-Thälmann-Arena mit ihren ganzen 3 Sitzplätzen, was für rund 50 Prozent der Einheimischen ausreichen dürfte. Adam stellte auf den letzten Kilometern nach Görlitz fest, dass der Name „Niederschlesien“ irreführend sei: „Für ‚Nieder‘ gibt es hier aber verdammt hohe Berge.“

Bürgmeister Stockhoff on Tour

Ausklang in der Dorfkneipe

Den Tag ließ die Gruppe in der urigen Dorfkneipe „Gerichtskretscham“ bei Bier und leckerstem Essen ausklingen. Warum Herr Michelin hier noch nicht zu Gast war, ist für die Dorstener Radler ein großes Rätsel.

Info:

Zwei Etappen: Die Tour nach Rybnik ist aufgrund der Streckenlänge zweigeteilt. Die erste Etappe führte vom 20. bis 26. Mai nach Hainichen in Sachsen, Teil zwei der Tour von Hainichen nach Rybnik folgt derzeit vom 30. Juli bis 07. August.

Spendenaufruf: Die Partnerstadt-Radtour nach Rybnik ist verbunden mit einem Spendenaufruf für das Dorstener Frauenhaus. Wer diese Einrichtung unterstützen möchte, kann seine Spende einzahlen auf die Konten des Vereins „Dorsten dankt Dir“

Sparkasse Vest Recklinghausen
IBAN DE32 4265 0150 0090 2537 09
BIC WELADED 1 REK

Vereinte Volksbank eG
IBAN DE98 4246 1435 0186 5524 00
BIC GENODEM 1 KIH

Bitte als Stichwort „Frauenhaus“ angeben. Wer eine Spendenquittung benötigt (ist erst ab 200 Euro beim Finanzamt erforderlich, bis dahin reicht der Kontoauszug) sollte auf der Überweisung auch seine Postanschrift mit angeben.

Alle Teilnehmer zahlen die Reisekosten aus eigener Tasche. Bürgermeister Stockhoff hat für die Tour Urlaub genommen.

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